Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Hector Abad

Hector Abad wurde 1958 in Medellin, Kolumbien geboren. Wegen eines papstkritischen Artikels von der Universität relegiert, verließ er 1982 das Land und studierte in Italien. 1987 kehrte er zurück, musste aber nach der Ermordung seines Vaters noch im gleichen Jahr flüchten und lebte bis 1992 erneut in Italien. Wieder zurück in Kolumbien, begann Abad Romane zu schreiben. Für den im Jahr 2000 erschienenen ­Roman "Basura" erhielt er den Premio de literatura innovadora de la Casa de America de Madrid; 2003 erschien der Roman "Angosta" und 2006 das autobiografische Buch "El olvido que seremos" (Brief an einen Schatten), für das er zahlreiche internationale Preise erhielt. Seit seiner Rückkehr nach Kolumbien arbeitet Abad als Journalist. Zunächst für den von Gabriel Garcia Marquez herausgegebenen Cambio, dann für das Magazin Semana. Seit 2007 ist Hector Abad Kolumnist der in Bogota erscheinenden Tageszeitung El Espectador.

Bücher von Hector Abad

Abad, Hector: Kulinarisches Traktat für traurige Frauen.

Cover: Kulinarisches Traktat für traurige Frauen

Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2001, ISBN 3803112028, Gebunden, 125 Seiten, 12,17 EUR

Aus dem kolumbianischen Spanisch von Sabine Giersberg. "Niemand kennt die Rezeptur des Glücks" - so beginnt der Kolumbianer Hector Abad sein Handbuch zur kulinarischen Aufhellung des Gemüts. Dies ist zwar ein Buch für den Gebrauch in der Küche, aber auch als Handbuch zur Behandlung unnützer Leidenschaften wird es seinen Dienst versehen. ... mehr lesen
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Abad, Hector: Brief an einen Schatten. Eine Geschichte aus Kolumbien

Cover: Brief an einen Schatten

Berenberg Verlag, Berenberg 2009, ISBN 3937834281, Gebunden, 220 Seiten, 24,00 EUR

Dies ist die Geschichte von Hector Abad, vor allem aber die seines Vaters, einem der fähigsten Ärzte Lateinamerikas, der 1987 in Medellin erschossen wurde. Nachdem alle Epidemien besiegt waren, hatte er sich auf die letzte noch verbliebene gestürzt, die Gewalt. Wie so viele Hoffnungsträger Kolumbiens kostete sein Gerechtigskeitsempfinden ... mehr lesen
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Abad, Hector: Das Gedicht in der Tasche. Zwei Gedächtnisforschungen

Cover: Das Gedicht in der Tasche

Berenberg Verlag, Berlin 2011, ISBN 3937834435, Gebunden, 136 Seiten, 20,00 EUR

Aus dem Spanischen von Ulrich Kunzmann. Als sein Vater am 27. August 1987 auf der Straße in Medellin lag - ermordet - fand Hector Abad in der Jacke des Toten ein Gedicht, das dieser offenbar kurz vorher abgeschrieben hatte - Unterschrift J.L.B. Überzeugt, es handele sich um ein Gedicht von Jorge Luis Borges, und genötigt von einem ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen