Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

György Konrad

György Konrád, 1933 in Debrecen als Sohn einer jüdischen Familie geboren, tauchte nach der Deportation der Eltern, kaum elfjährig, unter. Er studierte Literaturwissenschaft und wurde in Ungarn zu einem der intellektuellen Wortführer. Seit 1969 erscheinen Romane und Essays. 1991 wurde György Konrád mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet, seit 1997 ist er Präsident der Akademie der Künste in Berlin.

Bücher von György Konrad

Konrad, György: Der Besucher. Roman

Cover: Der Besucher

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3518410849, gebunden, 200 Seiten, 18,41 EUR

An einem scheinbar ganz normalen Arbeitstag besucht der Beamte in der Stadt B. die verkommene Wohnung von Selbstmördern, die dort ein zurückgebliebenes Kind hinterlassen haben. Er beschließt, Beruf und Familie den Rücken zu kehren und bei dem Kind zu bleiben. Die Sorge für dieses Kind, das keinen Heimplatz findet, soll ihm Eintritt verschaffen ... mehr lesen
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Konrad, György: Der Nachlass. Roman

Cover: Der Nachlass

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3518410857, Gebunden, 306 Seiten, 21,47 EUR

Antal Tombor hat sich eingerichtet. Soeben hat er das Haus erworben, in dem sein Urgroßvater gelebt hat. Er ist von viele Freunde umgeben und könnte zufrieden sein. Er hat ja auch einiges getan für seine Stadt und nach der politischen Wende Verantwortung übernommen. Gäbe es da nicht Geschichten, die ihn immer wieder erinnern, daß man 1944 seine ... mehr lesen
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Konrad, György: Der dritte Blick. Betrachtungen eines Antipolitischen

Cover: Der dritte Blick

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3518122339, Taschenbuch, 218 Seiten, 10,17 EUR

Aus dem Ungarischen von Hans-Henning Paetzke. Im Mai 2001 erhielt György Konrad den angesehenen Karlspreis der Stadt Aachen. Damit wird einem Antipolitiker ? mit "Antipolitik. Mitteleuropäische Meditationen" wurde er als gesellschaftspolitischer, gegen die herrschenden Strömungen argumentierender Denker bekannt ? ein Preis zuerkannt, der sonst Politikern ... mehr lesen
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Konrad, György: Glück. Roman

Cover: Glück

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3518414453, Gebunden, 156 Seiten, 19,90 EUR

Aus dem Ungarischen von Hans-Henning Paetzke. Schon einmal nahm György Konrad das Ereignis der "Heimkehr" am Ende des Kriegs zum Anlass, sich an jene Zeit zu erinnern. Es war der 18. Januar 1945, doch was er erinnerte, war nicht genug. Je mehr Zeit vergeht, um so deutlicher, vollzähliger werden die Bilder. György Konrad ruft sie ab, nicht ... mehr lesen
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Konrad, György: Sonnenfinsternis auf dem Berg. Autobiografischer Roman

Cover: Sonnenfinsternis auf dem Berg

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3518416847, Gebunden, 382 Seiten, 24,80 EUR

Aus dem Ungarischen von Hans-Hening Paetzke. Der große ungarische Romancier und Essayist György Konrad blickt zurück auf ein Leben, das reicher an Glücks- und Leidensgeschichten nicht hätte sein können. Mit elf Jahren nur knapp der Deportation ins Lager entgangen, nachdem Vater und Mutter bereits verschleppt worden sind, ... mehr lesen
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Konrad, György: Das Buch Kalligaro.

Cover: Das Buch Kalligaro

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3518418831, Gebunden, 285 Seiten, 22,80 EUR

Aus dem Ungarischen von Hans-Henning Paetzke. Wer ist Kalligaro? Ein Flaneur, ein Betrachter, ein Liebhaber seiner Stadt (Budapest), ein Freund ganz bestimmter Cafes und des Kognaks, ein Mann der Frauen. Ein höchst sonderbares, zwiespältiges Individuum; in der Provinz, der er entstammt, ebenso beheimatet wie in der Großstadt; ein Eremit; ... mehr lesen
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Konrad, György: Das Pendel. Essaytagebuch

Cover: Das Pendel

Suhrkamp Verlag, Berlin 2011, ISBN 3518422529, Gebunden, 244 Seiten, 21,90 EUR

Aus dem Ungarischen von Hans-Henning Paetzke. Mit Imagination und Skepsis blickt György Konrad, Dichter und Chronist, auf die Gegenwart. Im Licht der todbringenden Erlebnisse seiner Kindheit, der blutig gescheiterten ungarischen Revolution von 1956 und der bleiernen Zeit danach erscheinen auch der Umbruch von 1989 als Scheinsieg und die aufbrechenden ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen