Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Gert Jonke

Gert Jonke, geboren 1946 in Klagenfurt, machte während der Mittelschule eine Klavierausbildung am Landeskonservatorium in seiner Heimatstadt und studierte ab 1968 Germanistik, Geschichte, Philosophie und Musikwissenschaft in Wien. Er hielt sich längere Zeit in London, Argentinien und Deutschland auf. 1980 war er Stadtschreiber in Graz. Er schreibt Erzählungen, Romane, Essays, Theaterstücke, Drehbücher und Hörspiele und erhielt 1977 den Ingeborg Bachmann Preis.

Bücher von Gert Jonke

Jonke, Gert: Himmelstraße - Erdbrustplatz oder Das System von Wien.

Cover: Himmelstraße - Erdbrustplatz oder Das System von Wien

Residenz Verlag, Salzburg 1999, ISBN 3701711720, Gebunden, 109 Seiten, 17,38 EUR

"Als ich 1966 das erste Mal nach Wien übersiedelte, begann ich sofort nahezu fieberhaft an einem niemals fertiggestellten Roman über eine große Stadt zu arbeiten. Das System der Straßenbahnlinien von Wien hatte mich von Anfang an fasziniert, und genau die Strecken der einzelnen Tramway entlang gedachte ich die Handlungsfäden des erträumten Buches ... mehr lesen
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Jonke, Gert: Insektarium.

Cover: Insektarium

Jung und Jung Verlag, Salzburg 2001, ISBN 3902144033, Gebunden, 112 Seiten, 17,84 EUR

Was da durch dieses Buch saust, zischt, surrt, summt und brummt und krabbelt, kraucht, tappt, springt und fliegt, das sind nichts anderes aldsdie Einfälle, Phantasieblitze und Bilderfindungen Gert Jonkes. In eine geheimnisvolle Ordnung sind sie eingebunden, diese Textinsekten, klein, zäh und eigensinnig und stören doch: eine Gegenwelt, in der sich ... mehr lesen
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Jonke, Gert: Der ferne Klang. Roman

Cover: Der ferne Klang

Jung und Jung Verlag, Salzburg 2002, ISBN 3902144297, Gebunden, 287 Seiten, 22,00 EUR

Ein junger Mann - offenbar der Komponist aus Jonkes Roman "Schule der Geläufigkeit" - erwacht eines Morgens nicht in seinem gewohnten Zimmer, sondern im Zimmer eines Krankenhauses, ohne allerdings zu wissen, warum. Die gegen ihn vorgebrachte Erklärung, er habe am Abend zuvor daheim mit einer Überdosis Tabletten einen Selbstmord versucht, ... mehr lesen
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Jonke, Gert: Redner rund um die Uhr. Eine Sprechsonate

Cover: Redner rund um die Uhr

Jung und Jung Verlag, Salzburg 2003, ISBN 3902144483, Gebunden, 63 Seiten, 16,00 EUR

Die hier miteinander oder gegeneinander reden, sind ein Mund und dessen Besitzer, und da sich gelegentlich ein Zuhörer (oder Leser) aus dem Off einmischt, sind es vielleicht drei oder am Ende doch nur einer, der hier redet, rund um die Uhr. Es ist wie ein Streit der Hilfsverben, ein Widerstreit des Wollens und Möchtens gegen das Dürfen ... mehr lesen
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Jonke, Gert: Geometrischer Heimatroman.

Cover: Geometrischer Heimatroman

Jung und Jung Verlag, Salzburg 2004, ISBN 390214467X, Gebunden, 146 Seiten, 19,50 EUR

Der Dorfplatz bildet das Zentrum dieses Romans. Um ihn herum liegen die wichtigsten Gebäude: Rathaus, Kirche und Schule - ein ideales Beobachtungsfeld also für die zwei Figuren, die die erzählte "Heimat" jedoch nicht betreten, um, verborgen vor den Augen der anderen, schärfer sehen, hören und in der Folge protokollieren zu können, ... mehr lesen
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Jonke, Gert: Alle Gedichte.

Cover: Alle Gedichte

Jung und Jung Verlag, Salzburg 2010, ISBN 3902497653, Gebunden, 158 Seiten, 20,00 EUR

Vermutlich war Gert Jonke eine der letzten wahrhaftigen Dichter-Existenzen unter den deutschsprachigen Autoren: Sein Leben und Schreiben war eine untrennbare Einheit. Aber Gert Jonke als Lyriker? Ist da eine neue Seite an dem Sprachzauberer zu entdecken? Ja und nein. Das poetische Universum dieses Dichters kannte bekanntlich keine Gattungen und keine ... mehr lesen
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Jonke, Gert: Strandkonzert mit Brandung. Georg Friedrich Händel - Anton Webern - Lorenzo da Ponte

Cover: Strandkonzert mit Brandung

Jung und Jung Verlag, Salzburg 2006, ISBN 3902497076, Gebunden, 168 Seiten, 19,50 EUR

Drei große Gestalten der Musikgeschichte sind es, denen Gert Jonke zu verschiedenen Zeiten und in den unterschiedlichsten Weisen große Texte gewidmet hat. Dass Sprache und Musik Geschwister sind, beredte Melodien und klingende Sätze die Verwandtschaft spüren lassen, das gehört zu den Grunderfahrungen der Kunst. Wo aber bei ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen