Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 25.05.2012, 14.00 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Georges Hyvernaud

Georges Hyvernaud, geboren 1902 in der Charente, starb 1983 in Paris. 1939 wird er eingezogen und gerät im Mai 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft. Er kommt in ein Lager in Pommern. 1945 kehrt Hyvernaud zurück. Er arbeitet in Paris als Lehrer, wie vor dem Krieg. 1949 erscheint sein erstes Buch "La peau et les os" (Haut und Knochen), das trotz Unterstützung durch Jean-Paul Sartre und anderen fast unbeachtet bleibt. 1953 folgt "Der Viehwaggon" mit der Beschreibung eines "Nachkriegsgefangenen" in Paris, ebenfalls fast ohne Resonanz. Der Autor verzichtet auf weitere Publikationen. Erst nach dem Tod wird sein Werk wirklich entdeckt.

Bücher von Georges Hyvernaud

Hyvernaud, Georges: Der Viehwaggon. Roman

Cover: Der Viehwaggon

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3518224220, Gebunden, 197 Seiten, 13,80 EUR

Aus dem Französischen und mit einem Nachwort von Julia Schoch. Der Viehwaggon aus dem Jahr 1953 berichtet von der Zeit gleich nach dem Krieg, in Paris. Der Erzähler, den die Kriegsjahre mit einer "Krankheit des Blicks" geschlagen haben, sieht zu klar. Er sieht, was mit den Menschen in seinem Viertel los ist, die sich nach der ... mehr lesen
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Hyvernaud, Georges: Haut und Knochen. Roman

Cover: Haut und Knochen

Suhrkamp Verlag, Berlin 2010, ISBN 3518224565, Gebunden, 112 Seiten, 12,90 EUR

Aus dem Französischen von Julia Schoch. Während Hyvernauds Roman "Der Viehwaggon" (1953) vor allem das Nachkriegs-Paris und das absurde Soldatenleben schildert, wird in "Haut und Knochen" (1949) unmittelbar vom Leben in deutscher Kriegsgefangenschaft und von der Heimkehr erzählt. Einer kommt aus dem Lager nach Hause. ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Ungesetzliche Liaison

25.05.2012: Die FAZ taucht mitgenommen aus Stefan Merrill Blocks Roman über seinen bipolaren Großvater auf und verliebt sich mit Peter Goldsworthys 15-jährigen Helden in eine Lateinlehrerin. Die SZ findet die erstaunlichsten Querverbindungen in Marcel Beyers Reisebeschreibungen, Gedichten und ornithologischen Recherchen. Und sie stellt fest: Wer heute über Plagiat und Urheberrecht reden will, muss Philipp Theisohn lesen. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen