Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Georg Kreisler

Georg Kreisler wurde 1922 in Wien geboren, es folgte ein - wie er selber sagt - "Leben eines Nomaden". Nach der Annexion Österreichs als Jude schikaniert und bedroht, emigrierte er 1938 in die USA, zunächst nach Hollywood. Dort setzte er seine musikalische Ausbildung fort und arbeitete auch mit prominenten Zeitgenossen wie Hanns Eisler zusammen. Als musikalisches Multitalent schlug er sich durch, ab 1942 auch in der US-Army: eher als Entertainer denn als Soldat. Nach dem Krieg trat er jahrelang in New Yorker Bars auf. 1955 nach Wien zurückgekehrt, begann dort seine erfolgreiche Karriere als Kabarettist und Chansonier. Ab 1976 lebte Kreisler in Berlin, inzwischen wohnt er in Basel. Als Kabarettist legendär, knüpft er an die großen Kabaretttraditionen der Weimarer Republik, an Autoren wie Wedekind, Ringelnatz und Morgenstern und an Wiener Dichter wie Jura Soyfer an. Zu seinem übrigen Oeuvre zählen Filmmusik, eine Oper, Musicals und Theaterstücke. Als Romancier debütierte er 1990 mit "Ein Prophet ohne Zukunft"; 1996 folgte - in der edition dia - der vielbeachtete Roman "Der Schattenspringer". Zuletzt erschienen "Wenn Ihr lachen wollt" und "Lola Blau. Eine Erinnerung." Im Dezember 2002 wurde Kreislers Stück "Adam Schaf hat Angst" vom Berliner Ensemble uraufgeführt. Georg Kreisler starb 2011 in Salzburg.

Bücher von Georg Kreisler

Kreisler, Georg: Wenn ihr lachen wollt .... Ein Lesebuch

Cover: Wenn ihr lachen wollt ...

Edition Memoria, Hürth bei Köln - Wien 2001, ISBN 3930353148, Gebunden, 160 Seiten, 29,65 EUR

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Kreisler, Georg: Mein Heldentod. Prosa und Gedichte

Cover: Mein Heldentod

Arco Verlag, Wuppertal 2003, ISBN 3980841030, Gebunden, 144 Seiten, 19,00 EUR

Der Band versammelt Prosa, Gedichte und Lieder, überwiegend unveröffentlichte, unbekannte Texte aus jüngster Zeit. Darunter ist ein Ausblick auf die Zukunft: auf seinen "Heldentod" in Wien und obendrein die lang ersehnten Lebenserinnerungen: "Meine Autobiografie" - ein Parforceritt, auf drei Seiten... Besonders als ... mehr lesen
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Kreisler, Georg: Letzte Lieder. Autobiografie

Cover: Letzte Lieder

Arche Verlag, Hamburg 2009, ISBN 3716026131, Gebunden, 250 Seiten, 19,90 EUR

Georg Kreisler ist ein Phänomen. Er ist nicht nur einer der bekanntesten Kabarettisten und Komponisten unserer Zeit sondern auch ein Mann, der es in gleich drei Disziplinen zu unerreichter Meisterschaft gebracht hat: auf Füße zu treten, vor Köpfe zu stoßen und Augen zu öffnen. Seine bösen Lieder "Tauben vergiften" ... mehr lesen
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Kreisler, Georg: Zufällig in San Francisco. Unbeabsichtigte Gedichte

Cover: Zufällig in San Francisco

Verbrecher Verlag, Berlin 2010, ISBN 3940426466, Gebunden, 119 Seiten, 19,00 EUR

"Manche Gedichte in diesem Buch sind absurd, die kommen der Wahrheit am nächsten. Man schreibt sie nicht absichtlich, sie werden einem eingeflüstert, sind also unbeabsichtigte Gedichte." Die unbeabsichtigten Gedichte von Georg Kreisler haben es in sich. Scheinbar leichthin und beschwingt geschrieben, verweisen sie auf Abgründe ... mehr lesen
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Kreisler, Georg: Ein Prophet ohne Zukunft. Roman

Cover: Ein Prophet ohne Zukunft

Verbrecher Verlag, Berlin 2011, ISBN 3940426717, Gebunden, 315 Seiten, 24,00 EUR

Erwin Achler ist ein verantwortungsloser Mensch. Geboren in den letzten Kriegstagen von einer gerade erst siebzehnjährigen Frau, wächst er auf im Wien der Nachkriegszeit, der Vater ist abwesend, die Mutter berufstätig. Und Erwin lässt sich treiben nicht ohne schlechtes Gewissen. Doch sein schlechtes Gewissen hält ihn nicht davon ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen