Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Friedrich Rückert

Friedrich Rückert (1788-1866) galt vielen seiner Zeitgenossen als der bedeutendste Lyriker deutscher Sprache. Geblieben ist von diesem Ruhm nur wenig: Zumeist ist es die Vertonung der "Kindertodtenlieder" durch Gustav Mahler, die die Erinnerung an seinen Namen wachhält. Auch das Verdienst des Gelehrten und Übersetzers, dessen meisterhafte Nachdichtungen nah- und fernöstlicher Lyrik der deutschen Sprache "einen Schatz geschenkt hat, den keine andere Sprache besitzt" (Annemarie Schimmel), ist nur noch wenigen Fachgelehrten gewärtig.

Bücher von Friedrich Rückert

Rückert, Friedrich: Gedichte von Rom. und andere Texte der Jahre 1817-1818. Historisch-kritische Ausgabe 'Schweinfurter Edition'

Cover: Gedichte von Rom

Wallstein Verlag, Göttingen 2000, ISBN 3892443653, Gebunden, 748 Seiten, 75,67 EUR

Herausgegeben von Hans Wollschläger und Rudolf Kreutner; bearbeitet von Claudia Wiener. Der knapp dreißigjährige Rückert verbrachte die Jahre 1817 und 1818 in Rom auf der Suche nach historischen und künstlerischen Monumenten der deutschen Größe und Einheit in Italien. Dort erlebte er die nationale Aufbruchstimmung ... mehr lesen
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Rückert, Friedrich: Liedertagebuch I/II. Werke der Jahre 1846-1847

Cover: Liedertagebuch I/II

Wallstein Verlag, Göttingen 2001, ISBN 389244451X, Gebunden, 443 Seiten, 59,00 EUR

Herausgegeben von Rudolf Kreutner und Hans Wollschläger. Von Enttäuschungen und Misserfolgen entkräftet, erbat Friedrich Rückert im Jahr 1846 vom König Friedrich Wilhelm IV. die Entpflichtung von seiner orientalistischen Professur in Berlin. In ländlicher Isolation stellte er schrittweise seinen Weltverkehr ein - und seine ... mehr lesen
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Rückert, Friedrich: Die Weisheit des Brahmanen. Ein Lehrgedicht in Bruchstücken. 2 Bände. Historisch-kritische Ausgabe 'Schweinfurter Edition'

Cover: Die Weisheit des Brahmanen

Wallstein Verlag, Göttingen 1998, ISBN 3892440913, Gebunden, 1115 Seiten, 99,00 EUR

Bearbeitet von Rudolf Kreutner und Hans Wollschläger. Friedrich Rückert (1788-1866) galt vielen seiner Zeitgenossen als der bedeutendste Lyriker deutscher Sprache. Geblieben ist von diesem Ruhm nur wenig: Zumeist ist es die Vertonung der "Kindertotenlieder" durch Gustav Mahler, die die Erinnerung an seinen Namen wachhält. Auch das Verdienst ... mehr lesen
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Rückert, Friedrich: Hamasa oder die ältesten arabischen Volkslieder. Schweinfurter Edition. Zwei Bände

Cover: Hamasa oder die ältesten arabischen Volkslieder

Wallstein Verlag, Göttingen 2004, ISBN 3892447896, Gebunden, 1169 Seiten, 99,00 EUR

Gesammelt von Abu Temmam. Bearbeitet von Wolfdietrich Fischer. Die Hamasa, die älteste Anthologie arabischer Dichtung, wurde nach ihrem ersten Kapitel "Hamasa" (Begeisterung) benannt. Sie wurde bald so berühmt, daß ihr Titel zum Begriff der Anthologie schlechthin wurde. Abu Temmam, ein gefeierter Dichter des 9. Jahrhunderts, ... mehr lesen
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Rückert, Friedrich: Liedertagebuch III/IV. Werke 1848-1849

Wallstein Verlag, Göttingen 2002, ISBN 3892446067, Gebunden, 560 Seiten, 62,00 EUR

Bearbeitet von Rudolf Kreutner und Hans Wollschläger. Die "deutsche Revolution" von 1848 konnte den einstigen Freiheitskriegspoeten Rückert nicht unberührt lassen; entsprechend tiefe Spuren hat sie im "Liedertagebuch", dem Altersprotokoll seines Lebens, hinterlassen. In eher zufälliger Koinzidenz verließ ... mehr lesen
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Rückert, Friedrich: Liedertagebuch V/VI. Werke 1850-1851

Cover: Liedertagebuch V/VI

Wallstein Verlag, Göttingen 2003, ISBN 3892446768, Gebunden, 424 Seiten, 56,00 EUR

Bearbeitet von Rudolf Kreutner und Hans Wollschläger. Die Hoffnung auf ein einiges Deutschland war mit dem Scheitern der Revolution von 1848/49, die Rückert in über 500 Gedichten kommentiert hatte, in unerreichbare Ferne gerückt. Resigniert zog sich Rückert noch weiter in seine Neuseser "innere Emigration" zurück, um nun ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

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23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen