Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Friedrich Hebbel

Christian Friedrich Hebbel gilt als einer der großen Dramatiker des 19. Jahrhunderts. Zu seinen bekanntesten Bühnenstücken gehören "Maria Magdalene", "Die Nibelungen" und "Agnes Bernauer". Hebbel wurde 1813 in Wesselburen/Dithmarschen als Sohn eines tagelöhnernden Maurers geboren. Nach einer dürftigen Jugend, in der er gerade mal die Volksschule abschloß, arbeitete er kurze Zeit als Maurerlehrling. Nach dem Tod des Vaters wurde er Schreiber des Kirchspielvogts Mohr, dessen Bibliothek er zur Weiterbildung nutzte. Später lernte er Amalie Schoppe kennen, die Schriftstellerin und Herausgeberin der "Neuen Pariser Modeblätter". Sie förderte ihn, mit Unterstützung anderer Gönner. 1835 geht Hebbel nach Hamburg, um sich auf die Universität vorzubereiten. Dort lernt er die acht Jahre ältere Putzmacherin und Näherin Elise Lensing kennen, die ihn mit mühsamer Arbeit unterstützt. Hebbel studiert Jura, Geschichte, Literatur und Philosophie in Heidelberg, dann in München. 1839 wandert er, bettelarm, zu Fuß nach Hamburg zurück, wo Elise Lensing ihn wieder unterstützt. Sie hat inzwischen zwei Kinder von ihm. Beginn des dramatischen Schaffens. Hebbel beginnt zu reisen. Nach Kopenhagen, Paris, wo er Heine kennenlernt, nach Rom und schließlich nach Wien. Dort lernt er die Schauspielerin Christine Enghaus kennen und heiratet sie 1846. Zuvor schroffer Bruch mit Elise Lensing. 1849 wird Hebbel Feuilletonredakteur der "Österreichischen Reichszeitung". 1863 stirbt er in Wien.

Bücher von Friedrich Hebbel

Hebbel, Friedrich: Friedrich Hebbel: Briefwechsel 1829 bis 1863. Historisch-kritische Ausgabe in fünf Bänden. Wesselburener Ausgabe

Iudicium Verlag, München 1999, ISBN 3891295995, Gebunden, 3920 Seiten, 490,84 EUR

Bearbeitet und herausgegeben von U. Henry Gerlach, Hermann Knebel, Otfrid Ehrismann, Hargen Thomsen, Günter Häntzschel und Hermann Knebe.
Gut drei Jahrzehnte, gruppiert um die Mittelachse des 19. Jahrhunderts, reflektiert in einer kompakten Korrespondenz mit beinahe 400 Briefpartnern: in einem solchen Spiegel bündelt sich exemplarisch die Umbruchzeit ... mehr lesen
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Hebbel, Friedrich: Die Nibelungen. Ein deutsches Trauerspiel. 3 CDs

Cover: Die Nibelungen

Edition Mnemosyne, Neckargemünd 2000, ISBN 3934012035, CD, 0 Seiten, 27,61 EUR

Gesamtaufnahme des WDR von 1954. 212 Minuten Spielzeit. Sprecher: Maria Becker, Fritz Kortner, Bernhard Minetti u. a.. Wir bringen hiermit eine weitere Aufnahme eines klassischen Werkes, die Wilhelm Semmelroth 1954 für den WDR gemacht hat. Auch dieses Mal sind wieder Maria Becker (als Kriemhild) und Fritz Kortner (als Etzel) beteiligt. Es ist eine ... mehr lesen
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Hebbel, Friedrich: Weltgericht mit Pausen. Aus den Tagebüchern

Cover: Weltgericht mit Pausen

Carl Hanser Verlag, München 2008, ISBN 3446230750, Gebunden, 176 Seiten, 17,90 EUR

Ausgewählt und mit einem Nachwort von Alfred Brendel. Als der Pianist und Dichter Alfred Brendel in einem Wiener Antiquariat die Tagebücher Friedrich Hebbels findet, elektrisieren sie ihm, wie er sagt, "Herz und Hirn im Nu". In ihrer Pointiertheit brauchen sie den Vergleich mit den Sudelbüchern des großen Lichtenberg nicht ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen