Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 22.05.2012, 14.07 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Friedrich A. von Hayek

Friedrich August von Hayek wurde am 8. Mai 1899 in Wien geboren. Er studierte Rechts- und Staatswissenschaften. 1929 veröffentlichte er sein erstes Buch "Geldtheorie und Konjunkturtheorie". Sein Habilitationsvortrag "Gibt es einen Widersinn des Sparens?" schockierte die Fachwelt. In die dreißiger Jahre fällt seine Auseinandersetzung mit Keynes über dessen makroökonomisch konzipierte Beschäftigungstheorie sowie dessen Geldtheorie. Hayek entwickelte damals informationstheoretische Argumente, auf deren Basis er der staatlichen Wirtschaftssteuerung keine Erfolgsaussichten einräumte. Hayek wurde in diesen Jahren zu einem Hauptkritiker des Sozialismus Im April 1947 gründete von Hayek in der Nähe von Vevey in der Schweiz eine interdisziplinäre Konferenz gleichgesinnter liberaler Wissenschaftler und Intellektueller. Daraus wurde die "Mont Pelerin Society", eine internationale Gesellschaft von Sozialwissenschaftlern und Intellektuellen, deren Anliegen die Erhaltung und Weiterentwicklung des liberalen Gedankengutes ist. Im Herbst 1974 wurde ihm zu seiner Überraschung der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften verliehen, den er freilich ironischerweise mit Gunnar Myrdal, einem glühenden Sozialisten und Vater des schwedischen "Volksheimes", teilen musste. Im Kreise seiner Familie starb von Hayek am 23. März 1992 in Freiburg. Er wurde in Wien begraben.

Bücher von Friedrich A. von Hayek

Hayek, Friedrich A. von: Die sensorische Ordnung. Gesammelte Schriften in deutscher Sprache. Band 5

Cover: Die sensorische Ordnung

Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 2007, ISBN 3161483790, Gebunden, 276 Seiten, 64,00 EUR

Aus dem Englischen und herausgegeben von Manfred E. Streit. Obwohl F.A. von Hayek bekannt ist als Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften, erwog er in seiner Jugend eine Karriere als Psychologe. Sein Interesse an Psychologie dauerte an und führte zu dem vorliegenden Buch, dessen Übersetzung aus dem Englischen zum ersten Mal als ... mehr lesen
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Hayek, Friedrich A. von: Grundsätze einer liberalen Gesellschaftsordnung. Aufsätze zur Politischen Philosophie und Theorie. Gesammelte Schriften, Abteilung A, Band 5

Cover: Grundsätze einer liberalen Gesellschaftsordnung

Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 2002, ISBN 3161476239, Gebunden, 322 Seiten, 64,00 EUR

Der vorliegende Band ist Teil der Gesammelten Schriften von Friedrich A. von Hayek in deutscher Sprache. Er enthält Hayeks ideengeschichtliche und systematische Aufsätze zum Liberalismus, zum Verhältnis von Liberalismus und Demokratie und zu weiteren zentralen Fragen der ideenmäßigen und institutionellen Grundlagen einer freiheitlichen ... mehr lesen
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Hayek, Friedrich A. von: Hayek Lesebuch.

Cover: Hayek Lesebuch

UTB, Stuttgart 2011, ISBN 3825235246, Kartoniert, 340 Seiten, 16,90 EUR

In Zusammenarbeit mit dem Verlag Mohr Siebeck. Herausgegeben von Victor J. Vanberg. F. A. von Hayek (1899 - 1992) gehört zu den wichtigsten Denkern der Ökonomie. Erzeigt die Zusammenhänge zwischen Ökonomie, Philosophie und Sozialwissenschaft auf. Diese Zusammenstellung seiner zentralen Aufsätze ermöglicht einen Einstieg ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Streng nach Märchenlogik

22.05.2012: Heute ist Thilo Sarrazins Buch "Europa braucht den Euro nicht" erschienen. FR und taz warnen: widerlich, nationalistisch, gefährlich! Die SZ ignoriert Sarrazin und beugt sich schaudernd über Marc Hansmanns Geschichte des deutschen Schuldenstaats. Die FAZ interessiert sich mit Franzobel mehr dafür, was die Männer so treiben, wenn die Frauen im Badezimmer sind. Die NZZ lässt sich von Maria Sonia Cristoff erzählen, was Menschen mit Tieren machen (Leseprobe). Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen