Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Felicitas Hoppe

Felicitas Hoppe, geboren 1960 in Hameln, studierte in Tübingen, den USA, Rom und Berlin. Heute lebt und arbeitet sie als freie Schriftstellerin in Berlin. 1996 erschien ihr Debüt "Picknick der Friseure", 1999, nach einer viermonatigen Weltreise auf einem Containerfrachtschiff, folgte der Roman "Pigafetta". Die Autorin, die in einigen Projekten auch mit Künstlern zusammenarbeitete, erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, unter anderem den "aspekte"-Literaturpreis des ZDF. Im Mai 2012 gab die Jury des Büchner-Preises bekannt, dass Hoppe in diesem Jahr mit dem bedeutendsten deutschen Literaturpreis ausgezeichnet werden soll. In der Begründung der Jury heißt es: "In einer Zeit, in der das Reden in eigener Sache die Literatur immer mehr dominiert, umkreist Felicitas Hoppes sensible und bei allem Sinn für Komik melancholische Erzählkunst das Geheimnis der Identität."

Bücher von Felicitas Hoppe

Hoppe, Felicitas: Paradiese, Übersee. Roman

Cover: Paradiese, Übersee

Rowohlt Verlag, Reinbek 2003, ISBN 3498029673, Gebunden, 224 Seiten, 16,90 EUR

Ritter und Duellanten, Handlanger und Pilger, Sommerverbrecher und Zeitungsleser hatten bereits die Geschichten aus "Picknick der Friseure" bevölkert, bevor mit "Pigafetta" dann das Abenteuer der Reise begann. Der neue Roman von Felicitas Hoppe greift ein weiteres Mal dieses Motiv auf für eine weit gespannte Reise durch ... mehr lesen
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Hoppe, Felicitas: Paradiese, Übersee. 4 CDs

Cover: Paradiese, Übersee

Audiobuch, Freiburg 2003, ISBN 3899640012, Hörbuch, 29,90 EUR

Gelesen von der Autorin. Mit einer Landkarte und einem Glossar."Drei Schritte nach vorn, zwei wieder zurück": so bewegt sich die Echternacher Springprozession, und so führt uns auch Felicitas Hoppe von einem Luxemburgischen Heiligtum zum anderen. Die innerste der untereinander kunstvoll verwobenen Geschichten spielt zwischen dem 22. Dezember ... mehr lesen
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Hoppe, Felicitas: Verbrecher und Versager. Fünf Porträts

Cover: Verbrecher und Versager

Marebuchverlag, Hamburg 2004, ISBN 3936384126, Gebunden, 154 Seiten, 18,00 EUR

Felicitas Hoppe nimmt sich fünf historische Figuren vor, fünf Fälle von seltener Hoffnungslosigkeit. Sie folgt den krummen Lebenslinien von Gaunern, Aufschneidern, Maulhelden und Pechvögeln, die eines vereint: Um sich weitestmöglich vom Ort des eigenen Versagens zu entfernen, trieb es sie hinaus aufs Meer. ... mehr lesen
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Hoppe, Felicitas: Johanna. Roman

Cover: Johanna

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3100324501, Gebunden, 172 Seiten, 17,90 EUR

Wie geht man mit einer Figur um, die jeder zu kennen glaubt, und über die auch in der Kunst längst alles gesagt scheint? In einer Zeit, in der zwar viel erzählt aber nichts gehört wird, bleibt Johanna eine Provokation. Dies ist ein Buch, das davon handelt, wie man Geschichte macht, wenn man erzählt. Auf den Gang der Geschichte ... mehr lesen
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Hoppe, Felicitas: Iwein Löwenritter. Erzählt nach dem Roman von Hartmann von Aue. (Ab 12 Jahre)

Cover: Iwein Löwenritter

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3596852595, Gebunden, 256 Seiten, 16,90 EUR

Mit Illustrationen von Michael Sowa. "Iwein" ist ein um das Jahr 1200 in Versen verfasster mittelhochdeutscher Artusroman. Vorlage war "Yvain ou Le Chevalier au lion", eine Verserzählung der Artusepik von Chretien de Troyes, die Hartmann von Aue frei aus dem Altfranzösischen übertrug. Als König Artus mit den ... mehr lesen
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Hoppe, Felicitas: Sieben Schätze. Augsburger Vorlesungen

Cover: Sieben Schätze

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3100324552, Gebunden, 240 Seiten, 17,95 EUR

Felicitas Hoppe schreibt in ihren "Sieben Schätzen" über die Welt der Wünsche, die das Erzählen ist. Sie erzählt von glücklichen Kindheiten und Zwergen mit großen Ohren, spricht über Literatur und Religion, ehrliche Erfindung und Autobiographie, über Zauberworte, Abenteuer und Ungeheuer, den literarischen ... mehr lesen
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Hoppe, Felicitas: Der beste Platz der Welt. Erzählung

Cover: Der beste Platz der Welt

Dörlemann Verlag, Zürich 2009, ISBN 3908777518, Gebunden, 96 Seiten, 14,90 EUR

Felicitas Hoppes Bücher sind immer auch Bücher vom Reisen. Mit "Der beste Platz der Welt" ist die Autorin am Ziel. Aber welches Ziel? Und wie gelangt sie dorthin? Durch einen Tunnel, beängstigend wie der im Märchen vom Schlaraffenland. In dem Märchen, das Felicitas Hoppe hier erzählt, mündet er direkt an ... mehr lesen
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Hoppe, Felicitas: Hoppe. Roman

Cover: Hoppe

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2012, ISBN 310032451X, Gebunden, 336 Seiten, 19,99 EUR

Hoppe ist keine Autobiografie, sondern Hoppes Traumbiografie, in der Hoppe von einer anderen Hoppe erzählt: von einer kanadischen Kindheit auf dünnem Eis, von einer australischen Jugend kurz vor der Wüste, von Reisen über das Meer und von einer Flucht nach Amerika. Hoppes Lebens- und Reisebericht wird zum tragikkomischen Künstlerroman, mit dem ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen