Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 24.05.2012, 14.09 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Evelyn Waugh

Evelyn Waugh wurde 1903 in Hampstead bei London geboren. Seine Eltern steckten ihn in ein anglikanisches Internat und hofften, er werde Priester. Waugh wurde nicht nur nicht Priester, er konvertierte 1930 zum Katholizismus. Sein Geschichtsstudium in Oxford brach er ebenfalls ab, um sich zum Maler ausbilden zu lassen. Er betätigte sich als Lehrer, Reporter und Kunsttischler, bis er schließlich zur Schriftstellerei wechselte. Im Krieg diente Waugh als Offizier unter anderem als Verbindungsoffizier bei jugoslawischen Partisanen. Einen Ruf machte sich Waugh aber auch als Dandy, Exzentriker und erzkonservativer Kommentator seiner Zeit. Evelyn Waugh starb 1966 in Taunton, Somerset, und wurde auf seinem Landgut Combe Florey begraben.

Bücher von Evelyn Waugh

Waugh, Evelyn: Auf der schiefen Ebene. Roman

Cover: Auf der schiefen Ebene

Diogenes Verlag, Zürich 2003, ISBN 3257211732, Kartoniert, 256 Seiten, 8,90 EUR

Aus dem Englischen von Ulrike Simon. Waughs Erstlingsroman ist eine eigentümlich faszinierende Mischung aus Satire, Farce, Burleske und Groteske. Auf der schiefen Ebene bewegt sich in der Tat die tragikomische Geschichte eines harmlosen Mannes, der hilf- und ahnungslos inmitten einer zerstörten Gesellschaft dem Abgrund zugleitet. Die innere ... mehr lesen
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Waugh, Evelyn: Helena. Roman

Cover: Helena

Diogenes Verlag, Zürich 2003, ISBN 3257216424, Kartoniert, 208 Seiten, 8,90 EUR

Aus dem Englischen von Peter Gan. Die Kaiserin Helena, Mutter Konstantins des Großen, begründete die legendäre Pilgerreise nach Palästina, wo sie angeblich Teile des echten Kreuzes Christi fand. Ihr ungewöhnliches Leben, die enormen Konflikte dieser Zeit, Korruption und Verrat, und der Wahnsinn des imperialistischen Roms gaben ... mehr lesen
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Waugh, Evelyn: Lust und Laster. Roman

Cover: Lust und Laster

Diogenes Verlag, Zürich 2003, ISBN 3257211740, Kartoniert, 240 Seiten, 8,90 EUR

Aus dem Englischen von Ulrike Simon. In seinem zweiten Roman aus dem Jahr 1930 nimmt Evelyn Waugh sich die Londoner Society vor, die im eleganten Mayfair der zwanziger Jahre ein äußerlich sorgloses Leben über einem Abgrund von Heuchelei und Verzweiflung führt. Es ist ein Tanz auf dem Vulkan, die Figuren bewegen sich nur noch auf ... mehr lesen
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Waugh, Evelyn: Befremdliche Völker, seltsame Sitten. Expeditionen eines englischen Gentleman

Cover: Befremdliche Völker, seltsame Sitten

Die Andere Bibliothek/Eichborn, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3821845899, Gebunden, 327 Seiten, 24,95 EUR

Aus dem Englischen von Matthias Fienbork. Als Evelyn Waugh am 10. Oktober 1930 von London aus nach Addis Abeba aufbrach, wusste er nicht recht, was ihn erwarten würde. Durch eine Verkettung verschiedener Umstände war die Krönung eines unbekannten Stammesfürsten im afrikanischen Hinterland zum Politikum geworden. Alle bedeutenden ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Faktenhuber

24.05.2012: Aichinger hören, empfiehlt die Zeit. Bei Felicitas Hoppe hält sie sich die Ohren zu: Das klappert. Die SZ stellt eine Alkibiades-Biografie vor. Die NZZ sucht mit Adorno den Konvergenzpunkt von Philosophie und Soziologie. Gründliche Ermittlung bescheinigt die FR dem Reporterteam Koldehoff/Timm im Kunstfälscherprozess Beltracchi. Die FAZ zieht höchste finanzpolitische Autorität heran, um Thilo Sarrazin Unfug vorzuwerfen. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen