Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Ernst Toller

Ernst Toller war einer der bedeutendsten Dramatiker der Weimarer Republik. 1893 Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Samotschin in der damaligen Provinz Posen geboren, begann er 1914 in Grenoble Jura zu studieren und kehrte bei Kriegsbeginn nach Deutschland zurück und meldete sich freiwillig. In München beteiligte er sich dann jedoch an der Antikriegsbewegung und als Mitglied der USPD an der bayerischen Revolution und der Räteregierung. Nach der Ermordung Kurt Eisners 1919 wurde er Vorsitzender des Zentralrats. Nach dem Scheitern der Revolution wurde Toller wegen Hochverrats zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt. 1933 emigrierte er und gelangte über die Schweiz, Frankreich und England schließlich in die USA. Im Exil startete er eine Hilfsaktion für die spanische Zivilbevölkerung. Kurz nach dem Sieg Francos erhängte sich Toller 1939 in seinem New Yorker Hotelzimmer.

Bücher von Ernst Toller

Toller, Ernst: Eine Jugend in Deutschland. 3 CDs

Cover: Eine Jugend in Deutschland

DHV - Der Hörverlag, München 2009, ISBN 3867173001, CD, 24,95 EUR

3 CDs mit 171 Minuten Laufzeit. Regie: Katja Langenbach. Sprecher: Steven Scharf, Brigitte Hobemeier u.a. Als begeisterter Freiwilliger zog er in den Ersten Weltkrieg und als Pazifist kehrte er heim. Seine hohe Funktion in der Münchener Räterepublik hätte ihn 1919 beinahe mehrmals das Leben gekostet und hat ihm tatsächlich fünf ... mehr lesen
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Toller, Ernst: Eine Jugend in Deutschland.

Cover: Eine Jugend in Deutschland

Reclam Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 315010808X, Gebunden, 468 Seiten, 28,95 EUR

Ernst Toller, deutscher Jude, Kriegsfreiwilliger des Ersten Weltkriegs, Revolutionär der Münchner Räterepublik und expressionistischer Schriftsteller, veröffentlichte mit diesem 1933 im Exilverlag Querido erschienenen Buch seine Lebensgeschichte. Seine Schilderung der Kriegszeit, der Revolutionswirren und seiner Festungshaft zeigt ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen