Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 24.05.2012, 14.09 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Eric Hobsbawm

Eric Hobsbawm wurde 1917 im ägyptischen Alexandrien geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Wien und Berlin, 1932 verschlug es ihn nach England, wo er in Cambridge wissenschaftlich Karriere machte. Nach der Schulzeit in Wien, Berlin und London studierte er in Cambridge und wurde später Professor für Geschichte in London, war Gastprofessor in den USA, Mexiko und Frankreich und hatte seit 1984 eine Professur für Politik und Geschichte in New York. Seine prägenden Jahre waren, wie er selbst sagte, die Schuljahre in Berlin Anfang der 1930er Jahre, wo er als Gymnasiast Mitglied des Sozialistischen Schülerbundes, einer Unterorganisation der KPD, wurde. Hobsbawm war langjähriges Mitglied der britischen KP und Vordenker ihres eurokommunistischen Flügels.
Als Historiker des 19. Jahrhunderts widmete er dem "langen Jahrhundert", das für ihn 1789 anfängt und 1914 endet, eine umfangreiche Trilogie:The Age of Revolution: 1789 - 1848 (Europäische Revolutionen: 1789 - 1848); The Age of Capital: 1848 - 1875 (Die Blütezeit des Kapitals. Eine Kulturgeschichte der Jahre 1848 - 1875); The Age of Empire 1875 -1914 (Das imperiale Zeitalter 1875 - 1914). Hobsbawms Interesse gilt auch der Arbeiterbewegung, (Labouring Men: Studies in the History of Labor), den verschiedenen Ausprägungen der Sozialrevolte (Rebels; Bandits; Revolutionaries), sowie dem Aufkommen der nationalistischen Ideologien (The Invention of Tradition, Nations and Nationalism: Echoes of the Marseillaise - Nationen und Nationalismus: Mythos und Realität seit 1780). Sein bekanntestes Buch ist gewiss The Age of Extremes: A History of the World 1914 - 1991 (Das Zeitalter der Extreme: Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts 1914 - 1991), eine große Gesamtschau des kurzen zwanzigsten Jahrhunderts, das vom ersten Weltkrieg eingeläutet wird und mit dem Zusammenbruch des Kommunismus in Osteuropa schließt. Hobsbawm erhielt 2000 den Ernst-Bloch-Preis und 2003 den Balzan-Preis.

Bücher von Eric Hobsbawm

Hobsbawm, Eric: Das Gesicht des 21. Jahrhunderts. Ein Gespräch mit Antonio Polito

Cover: Das Gesicht des 21. Jahrhunderts

Carl Hanser Verlag, München 2000, ISBN 3446198822, Gebunden, 224 Seiten, 17,38 EUR

Aus dem Englischen von Udo Rennert. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts ist noch nicht abgeschlossen. Seine Umbrüche und Katastrophen haben Druckwellen erzeugt, die bis heute nachwirken. Mit Optimismus skizziert Eric Hobsbawm in dem vorliegenden Gespräch die Bedingungen, unter denen das 21. Jahrhundert antritt, und nennt die Prinzipien, nach denen ... mehr lesen
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Hobsbawm, Eric: Ungewöhnliche Menschen. Über Widerstand, Rebellion und Jazz

Cover: Ungewöhnliche Menschen

Carl Hanser Verlag, München 2001, ISBN 3446197613, Gebunden, 424 Seiten, 25,46 EUR

Aus dem Englischen von Thorsten Schmidt. Dieses Buch handelt von Menschen, deren Namen gewöhnlich niemand kennt, ausgenommen ihre eigenen Familien und Nachbarn und in modernen Staaten die Melde- und Standesämter. Gelegentlich sind sie auch der Polizei bekannt oder Journalisten auf der Suche nach einer "ergreifenden menschlichen Geschichte". In anderen ... mehr lesen
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Hobsbawm, Eric: Gefährliche Zeiten. Ein Leben im 20. Jahrhundert

Cover: Gefährliche Zeiten

Carl Hanser Verlag, München 2003, ISBN 3446203753, Gebunden, 499 Seiten, 24,90 EUR

Aus dem Englischen von Udo Rennert. In seiner Autobiografie verdeutlicht Eric Hobsbawm, wie die Geschichte sein eigenes Leben und sein Leben seine Geschichtsschreibung bestimmt hat. ... mehr lesen
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Hobsbawm, Eric: Nationen und Nationalismus. Mythos und Realität seit 1780

Cover: Nationen und Nationalismus

Campus Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3593374986, Kartoniert, 264 Seiten, 17,90 EUR

Erweiterte Auflage. Aus dem Englischen von Udo Rennert. Mit einem Nachwort von Dieter Langewiesche. Eric Hobsbawm gilt als einer der wichtigsten Historiker des 20. Jahrhunderts. Seine Analyse zur Geschichte der Nationen und des Nationalismus ist ein Klassiker der Geschichtswissenschaft und hat bis heute nichts an Aktualität und Bedeutung verloren. ... mehr lesen
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Hobsbawm, Eric: Die Banditen. Räuber als Sozialrebellen

Cover: Die Banditen

Carl Hanser Verlag, München 2007, ISBN 3446209417, Gebunden, 240 Seiten, 19,90 EUR

Aus dem Englischen von Rudolf Weys und Andreas Wirthensohn. Eric Hobsbawms Klassiker über die rebellischen Räuber erscheint hier in einer erweiterten und aktualisierten Ausgabe. Banditen nennt der Historiker jene Räuber, die sich nicht einfach bereichern wollen, sondern für das Recht der Armen kämpfen. Ihr berühmtester ... mehr lesen
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Hobsbawm, Eric: Zwischenwelten und Übergangszeiten. Interventionen und Wortmeldungen

Cover: Zwischenwelten und Übergangszeiten

Papy Rossa Verlag, Köln 2009, ISBN 3894384050, Gebunden, 240 Seiten, 18,00 EUR

Herausgegeben von Friedrich-Martin Balzer und Georg Fülberth. Mit Fotos. Eric Hobsbawm, der Historiker des 19. und 20. Jahrhunderts, ist zugleich ein Zeitgenosse des 20. und 21. Sein Werk speist sich nicht nur aus der Arbeit des Gelehrten, sondern auch aus einem lebenslangen politischen Engagement. Der Band enthält Interviews und Aufsätze, ... mehr lesen
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Hobsbawm, Eric: Globalisierung, Demokratie und Terrorismus.

Cover: Globalisierung, Demokratie und Terrorismus

dtv, München 2009, ISBN 342324769X, Taschenbuch, 176 Seiten, 14,90 EUR

Aus dem Englischen von Andreas Wirthensohn. Hobsbawm will heiße Luft durch die Zufuhr von Vernunft und gesundem Menschenverstand abkühlen und zeigen, dass auch die heiligsten Kühe des politischen Diskurses oft weniger Milch geben als gemeinhin angenommen. Die drei großen Themen unserer Zeit, die Wirkungen der Globalisierung, unsere ... mehr lesen
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