Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 25.05.2012, 09.25 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Claude Levi-Strauss

Claude Levi-Strauss, geboren 1908 in Brüssel, studierte von 1927 bis 1932 an der Pariser Universität Rechtswissenschaften und Soziologie. Anschließend arbeitete er als Gymnasialprofessor. Von 1934 bis 1938 lehrte er als Professor für Soziologie an der Universität von Sao Paulo in Brasilien. In dieser Zeit unternahm er mehrere ethnologische Forschungsreisen zu den Caduveo und Bororo, indianischen Gruppen in Brasilien. Mit Unterstützung des französischen Staates führte er in den Jahren 1938 und 1939 weitere Feldforschungen bei den Nambikwara und Tupi-Kawahib in Zentralbrasilien durch. Im Jahr 1941 emigrierte er in die USA. Dort lehrte er bis 1945 Sozialwissenschaften an der New Yorker New School for Social Research. Danach war er in New York als französischer Kulturattache tätig.
Im Jahr 1949 kehrte Levi-Strauss nach Paris zurück und wurde stellvertretender Direktor des Musee de l'Homme. Von 1950 bis 1974 war er Studiendirektor an der Ecole Pratique des Hautes Etudes der Universität von Paris und hatte dort am Institut für Sozialanthropologie einen Lehrstuhl für Vergleichende Religionswissenschaft der schriftlosen Völker inne. Von 1959 bis 1982 war Levi-Strauss außerdem Professor für Sozialanthropologie am College de France. Levi-Strauss gilt als Begründer und führender Vertreter des französischen Strukturalismus.
Zu den wichtigsten Veröffentlichungen zählen "Das wilde Denken" (1968), "Strukturale Anthropologie" in zwei Bänden (1967 und 1975) und "Traurige Tropen" (1978).

Bücher von Claude Levi-Strauss

Levi-Strauss, Claude: Sehen, Hören, Lesen.

Cover: Sehen, Hören, Lesen

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3518292617, Taschenbuch, 183 Seiten, 9,00 EUR

Aus dem Französischen von Hans-Horst Henschen. Sehen: Der Ethnologe und Kulturanthropologe betrachtet und entschlüsselt Meisterwerke des Maler-Philosophen Nicolas Poussin. Hören: Er hört die Musik von Jean-Philippe Rameau und interpretiert dessen wegweisende Harmonielehre. Lesen: Er liest und analysiert kunsttheoretische Schriften ... mehr lesen
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Levi-Strauss, Claude: Die andere Seite des Mondes. Schriften über Japan

Cover: Die andere Seite des Mondes

Suhrkamp Verlag, Berlin 2012, ISBN 3518585770, Gebunden, 175 Seiten, 24,95 EUR

Aus dem Französischen von Eva Moldenhauer. Mit zehn Abbildungen. Was ist der Platz der japanischen Kultur in der Welt? Lassen sich Kulturen überhaupt miteinander vergleichen? Das sind zwei der Fragen, die den Japanreisenden Claude Lévi-Strauss umgetrieben haben. Seit seiner Kindheit verband ihn eine tiefe ästhetische Zuneigung zur japanischen Kunst ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Faktenhuber

24.05.2012: Aichinger hören, empfiehlt die Zeit. Bei Felicitas Hoppe hält sie sich die Ohren zu: Das klappert. Die SZ stellt eine Alkibiades-Biografie vor. Die NZZ sucht mit Adorno den Konvergenzpunkt von Philosophie und Soziologie. Gründliche Ermittlung bescheinigt die FR dem Reporterteam Koldehoff/Timm im Kunstfälscherprozess Beltracchi. Die FAZ zieht höchste finanzpolitische Autorität heran, um Thilo Sarrazin Unfug vorzuwerfen. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen