Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Clarita von Trott zu Solz

Clarita von Trott zu Solz, geborene Tiefenbacher, wurde 1917 als Tochter eines Hamburger Rechtsanwalts geboren. 1935 lernte sie in Hamburg Adam von Trott zu Solz kennen. Die beiden heirateten 1940, fast gleichzeitig begann ihr Mann seine Tätigkeit in der Informationsabteilung des Auswärtigen Amtes. 1942 und 1943 wurden die Töchter Verena und Clarita geboren. Adam von Trott zu Solz, der zum engeren Kreis der Widerstandsbewegung 20. Juli gehörte, wurde nach dem fehlgeschlagenen Attentat auf Hitler 1944 verhaftet und hingerichtet. Clarita von Trott wurde in Berlin-Moabit inhaftiert, ihre Kinder, die bei den Eltern ihres Mannes in Imshausen lebten, wurden von der Gestapo abgeholt und zusammen mit anderen Kindern von Widerstandskämpfern in ein Kinderheim im Harz gebracht, wo sie bis Oktober 1944 blieben. Nach dem Krieg studierte Clarita von Trott Medizin. Ab 1960 arbeitete sie als Nervenärztin und Psychotherapeutin zunächst in Hamburg und dann in Berlin, wo sie sich als Psychoanalytikerin niederließ. Darüber hinaus betreute sie den Nachlass ihres Mannes.

Bücher von Clarita von Trott zu Solz

Trott zu Solz, Clarita von: Adam von Trott zu Solz. Eine Lebensbeschreibung

Cover: Adam von Trott zu Solz

Lukas Verlag, Berlin 2009, ISBN 3867320632, Gebunden, 368 Seiten, 19,80 EUR

Clarita von Trott zu Solz, Witwe des 1909 geborenen und 1944 hingerichteten Widerstandskämpfers Adam von Trott zu Solz, hat 1958 eine Fülle hinterlassener Briefe, Notizbücher, Aufsätze und Manuskripte ihres Mannes sowie zahlreiche Zeugnisse aus seinem großen internationalen Freundeskreis gesichtet und in einer "Materialsammlung" ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen