Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Bogdan Musial

Bogdan Musial wurde 1960 in Wielopole/Südpolen geboren. 1985 politisches Asyl in der Bundesrepublik, 1992 Einbürgerung. 1990-1998 studierte er Geschichte, Politische Wissenschaften und Soziologie in Hannover und Manchester. 1998 Promotion zum Thema Judenverfolgung im besetzten Polen. Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung (1991-1998). Seit 1998 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Warschau. Bogdan Musial war einer der Hauptkritiker der Wehrmachtausstellung des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Er hat den Ausstellungsmachern eine Reihe von Fehlern nachgewiesen.

Bücher von Bogdan Musial

Bogdan Musial: Stalins Beutezug. Die Plünderung Deutschlands und der Aufstieg der Sowjetunion zur Weltmacht

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Propyläen Verlag, München 2010, ISBN 3549073704, Gebunden, 512 Seiten, 26,95 EUR

Den Aufstieg der Sowjetunion zur Weltmacht hätte es ohne materielle Unterstützung aus Deutschland nicht gegeben, das legt der Historiker Bogdan Musial in seinem neuen Buch dar. Bis zum deutsch-sowjetischen Krieg 1941 war es die Lieferung deutscher Maschinen und Anlagen im großen Stil, die den Aufbau der sowjetischen Schwer- und Rüstungsindustrie ... mehr lesen

Bogdan Musial: Sowjetische Partisanen 1941-1944. Mythos und Wirklichkeit

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Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2009, ISBN 3506766872, Gebunden, 592 Seiten, 39,90 EUR

Bogdan Musials hat in russischen und weißrussischen Archiven eine Vielzahl neuer, bisher unbekannter Quellen erschlossen. Auf sie gestützt, beschreibt er vor dem Hintergrund der deutschen Besatzungspolitik Entstehung, Ziele, Organisation und Operationen der sowjetischen Partisanenbewegung. Den Schwerpunkt seiner umfassenden Darstellung bildet ... mehr lesen

Bogdan Musial: Kampfplatz Deutschland . Stalins Kriegspläne gegen den Westen

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Propyläen Verlag, Berlin 2008, ISBN 3549073356, Gebunden, 586 Seiten, 29,90 EUR

Hitlers Feldzug gegen die Sowjetunion war kein Präventivkrieg, wie von Goebbels verbreitet und noch heute zu hören. Es war ein Aggressionskrieg par excellence. Doch wahr ist auch, dass die Sowjetführung unter Stalin seit den zwanziger Jahren, verschärft in den Dreißigern, ein gigantisches Aufrüstungsprogramm verfolgte, ... mehr lesen

Bogdan Musial (Hrsg.): Aktion Reinhardt. Der Völkermord an den Juden im Generalgouvernement 1941-1944

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fibre Verlag, Osnabrück 2004, ISBN 3929759837, Gebunden, 494 Seiten, 29,80 EUR

Etwa die Hälfte der 5 bis 6 Millionen Opfer des Holocaust waren polnische Juden. Alle Vernichtungslager, in denen vor allem polnische, aber auch westeuropäische Juden vergast wurden, befanden sich auf polnischem Territorium, vier von ihnen im sog. Generalgouvernement: Treblinka, Majdanek, Sobibor und Belzec. Allein im Rahmen der "Aktion Reinhardt" ... mehr lesen

Klaus-Michael Mallmann (Hrsg.) / Bogdan Musial (Hrsg.): Genesis des Genozids. Polen 1939-1941

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Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004, ISBN 3534180968, Gebunden, 240 Seiten, 42,00 EUR

Seit den 90er-Jahren herrscht in der Öffentlichkeit wie in der Geschichtswissenschaft ein starkes Interesse am deutschen Vernichtungskrieg im Osten. Das Interesse konzentrierte sich aber bisher - etwa in der Wehrmachtsausstellung - auf den sowjetischen und auf den jugoslawischen Schauplatz. Der Initialfeldzug gegen Polen und die anschließende ... mehr lesen

Bogdan Musial: Sowjetische Partisanen in Weißrussland. Innenansichten aus dem Gebiet Baranovici 1941-1944

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Oldenbourg Verlag, München 2004, ISBN 3486645889, Kartoniert, 271 Seiten, 24,80 EUR

Vom NS-Regime als Vorwand für Massenverbrechen genutzt, in der Sowjetunion mythisch überhöht und in der jüngsten Debatte über die Wehrmacht höchst umstritten: Bis heute ist die sowjetische Partisanenbewegung als konkrete historische Erscheinung schwer greifbar. Anhand von Quellen aus weißrussischen Beständen ... mehr lesen

Bogdan Musial: Konterrevolutionäre Elemente sind zu erschießen. Die Brutalisierung des deutsch-sowjetischen Krieges im Sommer 1941

Bestellen bei buecher.deCover: Bogdan Musial: Konterrevolutionäre Elemente sind zu erschießen. Die Brutalisierung des deutsch-sowjetischen Krieges im Sommer 1941

Propyläen Verlag, Berlin 2000, ISBN 3549071264, Gebunden, 240 Seiten, 20,40 EUR

Der 22. Juni 1941 ist ein zentrales Datum in der Geschichte des Zweiten Weltkriegs. An diesem Tag begann der Feldzug der deutschen Wehrmacht gegen die Sowjetunion, der an Brutalität alles Bekannte übertraf. zeitgleich setzte in den eroberten Gebieten die systematische Ausrottung von Juden ein. Die bisherige Forschung konzentrierte sich auf die deutsche ... mehr lesen

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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Die Welt aus der Sicht eines jazzaffinen Papageis

17.04.2014: Die NZZ ist fasziniert, wie es dem brasilianischen Autor Bernardo Carvalho in seinem Roman "Dreihundert Brücken" gelingt, das Russland nach dem Ende der UdSSR aus einer authentischen Innenperspektive zu schildern. Die SZ ist beeindruckt von der Erzähl- und Formulierlust in Michael Chabons neuem Roman "Telegraph Avenue". Und Michael Lewis führt die FAZ mit "Flash Boys" in die Welt des Hochfrequenzhandels ein. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Kulturelle Heimsuchung

10.03.2014: Jonathan Lethem führt uns in den Garten der Dissidenten, Alfonsina Storni führt uns in das Großstadtleben von Buenos Aires in den Dreißigern. Tom Reiss erzählt die Geschichte des wahren Grafen von Monte Christo. Jaron Lanier macht Umverteilungsvorschläge für die Profite aus dem Digitalen. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats März. Mehr lesen

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ans winken denken bei der wut

31.03.2014: Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung und das Lyrikkabinett empfehlen die besten Lyrikbände des Jahres 2013. Zum Nachlesen und Nachhören. Mehr lesen

Und ein volles Glas auf dem Schrank beobachtet uns

25.03.2014: Im Nürnberger Poetenladen gibt es die Rubrik "Stele", erdacht hat sie als kleine Nachruf-Kolumne der Dichter Hans Thill. Dichter gedenken darin ihrer verstorbenen Kollegen. Heute erinnert die Tagtigall an den ungarischen Dichter Szilárd Borbély, der im letzten Monat, am 19. Februar 2014, aus dem Leben schied. Mehr lesen

Zwischen Schweigen und Schreiben

26.02.2014: Es gibt eine Theorie, die besagt: Wir leben nicht sehr viel. Die meiste Zeit erinnern oder hoffen wir. Der Dichter Andreas Altmann verwendet in "Die lichten lieder der bäume liegen im gras und scheinen nur so" als Erzählzeit die Gegenwart und setzt seine Erinnerungen der Gegenwart des Gedichtes aus. Mehr lesen