Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Angelika Kauffmann

Angelica Kauffmann, 1741 in Chur geboren, aufgewachsen in Morbegno (Lombardei), Schwarzenberg (Vorarlberg), Como, Mailand: eine Doppelbegabung in Musik und Malerei. Durch den Einfluss ihres als Porträt- und Kirchenmaler tätigen Vaters entschloss sie sich zur Malerei. Bereits die 22-Jährige wird Ehrenmitglied von Akademien in Bologna und Florenz. Von 1766 bis 1781 arbeitete und lebte sie in London (Mitglied der Royal Academy). Sie heiratete mit 40 den um 15 Jahre älteren venezianischen Maler Antonio Zucchi. Von 1782 bis zu ihrem Tod (1807) lebte sie in Rom. Angebote einer gesicherten Stelle als Hofmalerin lehnte sie ab.
Weltbekannt wurde sie zu Lebzeiten durch ihr umfangreiches malerisches Werk (ca. 1500 Ölgemälde, Zeichnungen, Radierungen). Sie führte in London und Rom neben ihren unablässigen Auftragsarbeiten ein offenes Haus, ihre Begeisterung für Literatur und Musik wurde gerühmt. Herder kam und las ihr Goethes "Tasso" vor, auch der spätere Zar Paul I. machte seine Aufwartung. Kaiser und Papst bestellten Bilder von ihr. Ab 1788 hing ihr Selbstporträt in der florentinischen Galerie der Künstlerbildnisse direkt neben Michelangelo.
In der deutschsprachigen Kulturgeschichte wurde sie besonders bekannt durch ihre Korrespondenz mit Klopstock in Hamburg (der der jungen Malerin seinen "Messias" schickte und um sie als Illustratorin warb), durch Gessner und Lavater in Zürich und durch Goethes Darstellung in seiner "Italienischen Reise".

Bücher von Angelika Kauffmann

Kauffmann, Angelika: Briefe einer Malerin.

Cover: Briefe einer Malerin

Dieterichsche Verlagsbuchhandlung, Mainz 1999, ISBN 3871620475, Broschiert, 288 Seiten, 14,73 EUR

Man hat das 18. Jahrhundert das "Jahrhundert der Frauen" genannt. Die hier vorgelegten Briefe stammen von einer jener Frauen, die es zu Lebzeiten zu geradezu unerhörter Berühmtheit brachten: der Malerin Angelika Kauffmann (1741-1807). Die vorliegende Auswahl vereinigt einige ihrer bekanntesten Briefe an illustre Zeitgenossen wie Klopstock, Goethe ... mehr lesen
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Kauffmann, Angelika: Mir träumte vor ein paar Nächten, ich hätte Briefe von Ihnen empfangen. Gesammelte Briefe in den Originalsprachen, englisch, deutsch und französisch

Cover: Mir träumte vor ein paar Nächten, ich hätte Briefe von Ihnen empfangen

Libelle Verlag, Lengwil am Bodensee 2001, ISBN 3909081886, Gebunden, 546 Seiten, 45,00 EUR

Diese bislang umfangreichste Gesamtausgabe der internationalen Korrespondenz Angelica Kauffmanns versammelt 180 Briefe aus den Jahren 1762 bis 1807. Sie reichen vom italienischen Dankesschreiben an die Akademie, die der 21-jährigen Malerin die Ehrenmitgliedschaft verliehen hatte, bis zu einem englisch verfassten Einladungsbrief aus dem letzten ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen