Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 23.05.2012, 14.28 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Alexander Solschenizyn

Alexander Solschenizyn wurde 1918 in Kislowodsk geboren. Von 1945 bis 1953 saß er im Zwangslager, danach drei Jahre in Verbannung, 1957 wurde er rehabilitiert. Die Veröffentlichung des Kurzromans "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" über den Alltag im Lager brachte ihm 1969 den Ausschluss aus dem sowjetischen Schriftstellerverband, 1970 wurde er mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Ab 1973 erschien das erzählerische Dokumentarwerk "Archipel Gulag" über das sowjetische Lagersystem. Nach seiner Ausweisung lebte Alexander Solschenizyn in Zürich, Kanada und den USA, bis er 1994 nach Russland zurückkehrte. Solschenizy starb im August 2008 in Moskau.

Bücher von Alexander Solschenizyn

Solschenizyn, Alexander: Zweihundert Jahre gemeinsam. Die russisch-jüdische Geschichte 1795-1916

Cover: Zweihundert Jahre gemeinsam

F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München 2002, ISBN 3776622873, Gebunden, 560 Seiten, 34,90 EUR

Der Nobelpreisträger schildert in seiner historischen Dokumentation die Geschichte des Zusammenlebens von Russen und Juden, beginnend mit der dritten polnischen Teilung (1795), durch die weite Teile der ostjüdischen Bevölkerung Untertanen des Russischen Reiches wurden. Solschenizyn beschreibt den Weg der Juden zwischen Isolation, Verfolgung ... mehr lesen
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Solschenizyn, Alexander: Schwenkitten '45. Die autobiografischen Erzählungen

Cover: Schwenkitten '45

Langen Müller Verlag, München 2004, ISBN 3784429645, Gebunden, 205 Seiten, 19,90 EUR

Aus dem Russischen von Heddy Pross-Weerth und Fedor B. Poljakov. Die Verteidigung der Heimat bei Kursk im Sommer 1943, der Vorstoß nach Ostpreußen im Winter 1945 - Alexander Solschenizyn, im Zweiten Weltkrieg Kommandeur einer Schallmessbatterie, macht die Tapferkeit der Soldaten, die Unfähigkeit der Politchargen, die Not der Zivilbevölkerung ... mehr lesen
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Solschenizyn, Alexander: Zwischen zwei Mühlsteinen. Mein Leben im Exil

Cover: Zwischen zwei Mühlsteinen

F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München 2005, ISBN 3776624507, Gebunden, 429 Seiten, 29,90 EUR

Aus dem Russischen übersetzt von Fedor B. Poljakov. Im Februar 1974 wurde der Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn vom KGB verhaftet, in ein Flugzeug gesetzt und nach Deutschland ausgewiesen. Die sowjetischen Machthaber wollten so ihren schärfsten Kritiker außer Gefecht setzen. Doch Solschenizyn, Autor des "Archipel ... mehr lesen
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Solschenizyn, Alexander: Meine amerikanischen Jahre.

Cover: Meine amerikanischen Jahre

Langen Müller Verlag, München 2007, ISBN 3784431127, Gebunden, 496 Seiten, 39,90 EUR

Aus dem Russischen von Andrea Wöhr und Fedor B. Poljakov. Die Freiheit des Westens ist ein relativer Wert. Denn auch im amerikanischen Exil befand sich Solschenizyn zwischen zwei Mühlsteinen: Hier beschuldigte man ihn des großrussischen Nationalimus und Antisemitismus. Moskau dagegen hielt ihn für einen Agenten der CIA, weil seine ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Zwei lachende Augen

23.05.2012: Die FAZ lässt sich in Fabio Genovesis "Fische füttern" von einem ungeküssten italienischen Jüngling bezaubern und von Andreas Rinke und Christian Schwägerl auf 11 drohende Kriege vorbereiten. Die NZZ liest Thomas Pogges leidenschaftliches politikphilosophisches Werk "Weltarmut und Menschenrechte" und folgt Beatriz Preciado durch das "Pornotopia" Hugh Hefners. Die SZ teilt Esther Kinskys Sehnsucht nach Leben. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen