Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 10.25 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Abraham Sutzkever

Abraham Sutzkever, wurde 1913 in Smorgon (heute Smarhon, Weißrussland) geboren. 1920 kam die Familie nach Wilna, wo er das polnisch-jüdische Gymnasium besuchte. Bekanntschaft mit Max Weinreich. Seit 1934 gehörte er der Avantgarde des jüdischen Schriftstellerkreises Junge-Wilne an. 1937 erschien sein erster jiddischer Gedichtband. Im 1941 errichteten Wilner Getto wurden Sutzkevers Mutter und der erstgeborene Sohn ermordet. 1942 schloss Sutzkever sich im Getto den Partisanen an, 1943 gelang ihm mit seiner Frau die Flucht in die Naroczer Wälder. Von 1944 an berichtete er aus Moskau über die Mordtaten der Nazis in Litauen. 1947 emigrierte er nach Israel, seither lebt er in Tel Aviv. Seit 1948 erscheint seine Zeitschrift für jiddische Literatur, "Di goldene Kejt" (Die goldene Kette), ein Fanal für das Überleben der jiddischen Kultur.

Bücher von Abraham Sutzkever

Sutzkever, Abraham: Wilner Getto 1941-1944 / Gesänge vom Meer des Todes. 2 Bände in Schuber

Cover: Wilner Getto 1941-1944 / Gesänge vom Meer des Todes

Ammann Verlag, Zürich 2009, ISBN 3250105325, Gebunden, 464 Seiten, 34,95 EUR

Aus dem Jiddischen von Hubert Witt. Zum Band "Wilner Getto": Juli 1944. An der Vertreibung der deutschen Eroberer aus Wilna sind auch jüdische Partisanen beteiligt. Nur Wenige haben überlebt. Kaum etwas ist geblieben vom "Jerusalem des Nordens", das Wilna einmal war: eines der bedeutendsten Zentren jüdischer Kultur ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Sutzkever, Abraham: Geh über Wörter wie über ein Minenfeld. Lyrik und Prosa

Cover: Geh über Wörter wie über ein Minenfeld

Campus Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3593389061, Gebunden, 389 Seiten, 34,90 EUR

Aus dem Jiddischen von Peter Comans und mit einer Einleitung von Heather Valencia. Abraham Sutzkever zählt zu den bedeutendsten Dichtern der jiddischen Literatur. Die Shoa, der er selbst nur knapp entkam, ist der zentrale Bezugspunkt seines Werkes. Dieses Buch führt in Leben und Werk Sutzkevers ein und stellt eine große Auswahl seiner ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
Mehr lesen

Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen