Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Bücher der Saison
Herbst 2002
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
20.11.2002. "Wenn wir sterben" heißt der am meisten gefeierte Titel der Saison - passt irgendwie zum Herbst 2002. Aber Ernst-Wilhelm Händlers Roman ist in fast allen Zeitungen einhellig gefeiert worden. Und was noch? Wir haben die Literaturbeilagen des Oktobers und Novembers gelesen und präsentieren die besten Bücher der Saison.
Romane / Krimis, Lyrik, Erinnerungen, Kinder- und Jugendbücher / Biografien, Kulturgeschichte, Kunst und Musik, Religion / Politik, Geschichte, Philosophie, Naturwissenschaften
Alle großen Themen wie Gott, Ehe, Verrat, Gesellschaft, letzte Liebe schon abgegrast, alle Erinnerungen an die Jugend in Schweinfurt ausgeweidet, Popliteratur und Fräuleinwunder auch schon tot. Ach Gott, worüber soll man noch schreiben? Wie wär's mit Sex? Oder Wirtschaft? Einer Sartre-Biografie? Das mimetische Begehren? Wundern? Die interessantesten Bücher der Saison befassen sich mit exakt diesen Themen. Aber auch an klassischen Geschichten über Familie, Verrat, Tod und das "Gefühlserbe der DDR" fehlt es nicht.
Wir lassen die Literaturbeilagen dieses Herbstes Revue passieren.
Romane
Dies ist das von fünf Zeitungen am enthusiastischsten besprochene Buch der Saison: Ernst-Wilhelm Händlers Roman "Wenn wir sterben". Eine Geschichte, die am Beispiel von vier Karrierefrauen eine Herrschaftsstruktur der Ökonomie entwirft. Das Leben - ein Tauschgeschäft. Der Erfolg - ein Ersatz fürs Leben. Nichts könnte aktueller sein! "Schwindelerregend" findet die SZ den Roman, beinahe ein shakespearesches "Königsdrama", meint die FAZ, hat in der gegenwärtigen Literatur "nicht seinesgleichen", behauptet die FR, die NZZ spricht von einem "radikal zeitgenössischen und modernen" Buch und die taz ist fasziniert von den Parallelen zwischen entfremdeter Arbeit und entfremdetem Sex. Starr vor Staunen sind alle Mann von dem alles umfassenden Kreislauf von Waren, Wörtern, Lebensbereichen (SZ) und der damit einhergehenden virtuosen Ökonomisierung der Erzählsprachen (FAZ) durch Händler. Man hätte ja gern erfahren, wo sich die Kritiker, die die Herrschaftsstruktur der Ökonomie gerade am eigenen Leib erfahren, in Händlers Wirtschaftswelt wiedergefunden haben. Sagt aber keiner. Vielleicht, weil es hier um Frauen geht.
Hervorragend besprochen wurde auch Karin Schmidts Roman "Koenigs Kinder", eine Familiengeschichte aus dem Ostberliner Alltag, die um ein verschwundenes Mädchen kreist, das mit durchschnittener und wieder zugenähter Kehle wiedergefunden wird. Ein "Erzählwunder", jubelt Frauke Meyer-Gosau in der NZZ. Da jeder verdächtig sei, werde der Leser "mit den Nachtseiten der jüngsten deutschen Geschichte" konfrontiert. Helmut Böttiger lobt in der Zeit die "materialistisch-sinnliche" Sprache Schmidts. In der FAZ bewundert Jörg Magenau die "grelle Körperlichkeit" der weiblichen Figuren, deren Sexualität für ihn von "geradezu vegetativer Üppigkeit" ist. Und in der FR staunt Hauke Hückstädt über die atemberaubende "Raffinesse" und große "Artistik" der erzählerischen Komposition.
Kommen wir zum "sprachlich erlesenen" Roman einer achtzigjährigen, schönen und mondänen alten Dame, die in "Der Witwer von Venedig" über Giftmorde im Venedig des 18. Jahrhunderts schreibt und dabei ihre Vorliebe für alle Arten von Laster ausspielt. Gabrielle Wittkop, eine bekennende Sadistin, so Uli Aumüller in der Zeit, hat schon mit ihrem ersten Roman "Le Necrophile" einen "unaussprechlichen Verdacht" im Rezensenten aufkeimen lassen. Mit ihrem neuen Roman liefert sie ein travestierendes Erotikon, das dem Rezensenten ob seiner Grausamkeit fast die Sprache verschlagen hätte.
Um Sex, wenn auch nicht nur, geht es ebenfalls in A. L. Kennedys neuem Roman "Alles was du brauchst", den die FAZ mit dem Aufmacher ihrer ersten Literaturbeilage geehrt hat. Kennedy erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die Schriftstellerin werden will und deshalb auf eine Insel fährt, auf der lauter Schriftsteller hausen, unter anderem - was sie nicht weiß - ihr Vater. Hubert Spiegel zeigt sich in der FAZ überwältigt von Kennedys Beschreibung des Literaturbetriebes als "durch und durch verächtliche Veranstaltung". Dass die "metaphysische Dimension" des Romans immer wieder von Szenen "nicht selten obszön" beschriebener Sexualität unterbrochen werden, hat ihm aber auch gefallen. Angela Schader in der NZZ findet die Handlung "literaturtheoretisch" eher "unglaubwürdig", würdigt aber Kennedys "blitzende" Sprache.

Lob erfuhr außerdem Hans Ulrich Treichels "Sexual-Komödie" (FR) "Der irdische Amor", in dem Treichel am Beispiel des "etwas zu dicken Provinztropfs" Albert die "Verwirrungen des Geschlechts ... in allen Varianten durchdekliniert" (NZZ). Die Zeit war etwas verärgert, dass sie von dem "akademischen Trottel" nichts mehr lernen konnte, findet die Geschichte aber flott erzählt. Die FAZ sagt dazu lieber: elegant. Schließlich empfiehlt die taz noch Wolfgang Schömels slapstickhafte Geschichten um ältere, wohlhabende Männer auf der erfolglosen Suche nach Sex, zusammengefasst unter dem anspielungsreichen Titel: "Die Schnecke".

Nach diesem Exkurs ins allgemein menschliche zurück zur geografischen Aufteilung. Unter den deutschsprachigen Büchern sind uns noch aufgefallen Erich Hackls "Die Hochzeit von Auschwitz", das Eva Menasse in der FAZ als "erschütternd und doch auch zärtlich, schonend" beschreibt. Weiter Martin Klugers "Abwesende Tiere", ein Roman, der mit "Intelligenz, Schlagfertigkeit und Bösartigkeit" eine funkelnde Chronik des Zoolebens liefert, die fast ein ganzes Jahrhundert umfasst, schwärmt Wilhelm Pauli in der Zeit, dankbar auch, dass hier ein Roman endlich mal wieder mehr als 1000 Seiten umfasst. Spaß hatten die Rezensenten außerdem an Anne Webers leichtfüßigem Monolog "Erste Person" und an Walter Abishs "Alphabetisches Afrika", dessen Spielregel, ganze Kapitel nur mit Wörtern eines bestimmten Anfangsbuchstabens beginnen zu lassen, für Jochen Jung in der Zeit "von größter Einfachheit und schönster Hirnrissigkeit" zeugt.

Unter den angloamerikanischen Autoren ist neben Jonathan Franzens schon im Sommer umjubelten "Korrekturen" Ian McEwans "Abbitte" der meistgelobte Roman. Erzählt wird die Geschichte einer 13-Jährigen, die durch eine gut gemeinte Lüge das Leben zweier Liebender zerstört. Die taz findet darin die "beängstigende Macht der Jugend", die Wirklichkeiten schaffen kann, "die stärker sind als die der Erwachsenen". Die Zeit nennt das Buch ein "tiefenpsychologisches Meisterwerk", die SZ einen "großen Wurf", die FAZ findet es "souverän, sprachmächtig und fesselnd", die FR vergleicht es gar mit Emily Brontes "Sturmhöhe". Gefeiert wurde außerdem David Foster Wallaces Erzählungsband "Kurze Interviews mit fiesen Männern", den die NZZ für seinen "tief ernsten Humor" lobt, während Iris Radisch in der Zeit angesichts des "Genius" Wallace an den "Autoren des deutschen Vorruhestandes" verzweifelt (wen meint sie denn damit?).

Einer der "besten Gründe" fürs Lesen nennt die NZZ die Britin Antonia S. Byatt. Ihre "Geschichten von Feuer und Eis" rühmt auch die FAZ als "Meisterwerke der Miniatur". Gelobt wurde noch "Goulds Buch der Fische" von Richard Flanagan, ein Roman in zwölf Fischen, der auf der Gefängnisinsel Sarah Island kurz vor der Küste Tasmaniens spielt. Und da mal wieder keine Zeitung über die neuen Comics auf der Buchmesse geschrieben hat, sei hier wenigstens Michael Chabons "Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier und Clay" genannt, ein Roman über zwei Comic-Künstler im New York der vierziger Jahre, den NZZ, taz und FAZ mit Vergnügen verschlungen haben.
Aus den spanischsprachigen Ländern wird vor allem Ricardo Piglias argentinischer Roman "Künstliche Atmung" empfohlen, den die FAZ als "spiritistische Sitzung mit Wacholderschnaps" beschrieben hat. Die Zeit ist beeindruckt von der Raffinesse, mit der Piglia die Wahrheit über die Militärdiktatur geschrieben hat, so dass er 1980 damit durchkam. Hingerissen waren die Rezensenten auch von Javier Cercas "Soldaten von Salamis", ein kleiner, aber glänzender Roman über den spanischen Bürgerkrieg.

Ungarn glänzt in diesem Jahr. Kein geringerer als Peter Nadas legt uns in der Zeit den "herzzerreißenden", "wunderbaren" Debütroman "Der Schwimmer" von Zsuzsa Bank ans Herz. Bank erzählt die Geschichte ungarischer Flüchtlinge, die nach dem Aufstand 1956 in den Westen fliehen. Die NZZ spricht von einem "ein großen, poetischen Buch der Trauer und des Verlusts". Die SZ lobt Banks "souveränes Gefühl für Rhythmus und Dramaturgie" und "eine außergewöhnlich sinnliche Aufmerksamkeit". Auch Peter Nadas hat ein neues Buch geschrieben: In "Der eigene Tod" schildert er seinen Herzinfarkt mit "großartiger Lakonik", lobt die NZZ. Die SZ beeindruckt Nadas' große philosophische Ernsthaftigkeit. Und dann gibt es noch Istvan Örkenys "Minutennovellen" aus dem Jahr 1968, die Peter Esterhazy in der FAZ wärmstens empfiehlt, weil sie sich manchmal lesen, "als seien sie jene Gedichte, die man nach Auschwitz nicht mehr schreiben konnte". Die NZZ bewundert vor allem Örkenys "erbarmungslosen Genauigkeit" in der Beobachtung.
Schließlich sei noch auf drei dokumentarische Romane hingewiesen: Martin Pollacks "Anklage Vatermord" erzählt von einem Schauprozess der Nazis gegen den später als Fotografen berühmt gewordenen Philipp Halsmann, der als junger Mann wegen Mordes an seinem Vater angeklagt und für schuldig befunden worden war, obwohl alles dafür sprach, dass sein Vater bei einem Bergunfall ums Leben kam. Stephan Wackwitz lobt in der FAZ das merkwürdige "Zwielicht zwischen fiction und non-fiction". Auch taz, SZ und NZZ fanden die Lektüre äußerst spannend.

Gelobt wurden auch Pirmin Meiers Nacherzählung eines Skandals in der Schweiz aus dem Jahre 1902: Damals war der Priester und Publizisten Heinrich Federer beschuldigt worden, sich sexuell an einem Schüler vergangen zu haben. Die FAZ würdigt das Buch als "Sittengemälde in den Farben Schweizertum, Knabenliebe, Katholizismus und Naturburschenkult". Zwiespältig wurde dagegen Peter-Jürgen Boocks dokumentarische Fiktion "Die Entführung und Ermordung des Hanns-Martin Schleyer" aufgenommen. Da Boock bei der Entführung dabei war, hätten die Rezensenten gern auf den fiktiven Teil verzichtet.
Wir haben die Oktober- und Novemberbeilagen der Zeitungen komplett ausgewertet. Alle Rezensionsnotizen - aufgelistet nach Zeitungen und Themen - finden Sie hier.
Archiv: Bücher der Saison
Frühjahrsbücher
07.04.2012. In der Literatur schickt Ungarn uns in die Abendschule, Prag in die Vorstadt, Israel in den Schlaf, Schottland liefert uns der Huldra aus, Amerika stellt uns auf ein Schlachtfeld, die Niederlande grübeln in Wales über Emily Dickinson, das Surselva veranstaltet ein letztes Besäufnis. Und dann gibt es noch diese multiethnischen Autoren, die feste Identitäten nur lächerlich finden. Die Sachbücher geben uns eine Lektion in Sachen Aufklärung, Rückzug und Beethoven. Mehr lesen
Bücherherbst 2011
28.11.2011. Liegt's am Hype des Deutschen Buchpreises oder ist die deutsche Literatur tatsächlich so in Form? Jedenfalls dominierte sie in den Buchmessenbeilagen. Außerdem begegnen wir Michelangelo in Konstantinopel, selbstmöderischen Käfern in Bukarest und Dandys in Stockholm. Wer etwas belebenden Optimismus tanken will, vertiefe sich in Steven Pinkers "Gewalt". Eva Illouz' Analyse des Liebesmarktes ist eher was für Hartgesottene. Und, tja, wer die Geschichte des Computers besser verstehen will, sollte die Steve Jobs-Biografie von Walter Isaacson durchaus lesen!
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Bücherfrühjahr 2011
11.04.2011. Literatur ist, wenn es ungemütlich und doch herrlich ist. Den Literaten gelang es in dieser Saison am besten in Erzählungen, an erster Stelle Clemens J. Setz in "Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes". Große Romane sind in dieser Saison Mangelware. Dafür gibt's gute Reportagen, Erinnerungsbücher und viel böse Philosophen.
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Bücherherbst 2010
15.11.2010. Dieser Bücherherbst war stärker von politischen Büchern geprägt als von literarischen. Stichwort: Sarrazin und Auswärtiges Amt. Dabei gibt es eine Fülle literarischer Neuerscheinungen, die politische Themen aufgreifen. Das gilt in hohem Maße für die argentinischen Romane, aber auch zum Beispiel für Ian McEwans "Solar", eine Komödie über den Klimawandel, oder Sofi Oksanens Roman "Fegefeuer" über die estnischen Traumata. Mehr lesen
Frühjahr 2010
06.04.2010. In den Frühjahrsromanen sehen wir die unheimliche Welt mit den Augen einer Horde Kinder, beobachten Liebende in Teheran, lassen uns von Rosslyns Brüsten zu einem Reim inspirieren und begleiten einen Lehrer auf einer Höllenfahrt im Volvo. Unter den Sachbüchern stachen Daniel Everetts Buch über die Pirahas, "Das glücklichste Volk", heraus, Oliver Jens Schmitts Biografie des albanischen Nationalhelden Skanderbeg und Simon Sebag Montefiores farbenprächtiges Porträt des Fürsten Potemkin. Mehr lesen
Bücherherbst 2009
18.11.2009. Dies ist ein Literaturherbst! Man kann sich auf literarische Entdeckungsreise nach China begeben. Eine Vielzahl von gut besprochenen deutschen Romanen ist erschienen, allen voran Herta Müllers "Atemschaukel". Und in den Amerikas sind zwei fette Romane erschienen, die die Rezensenten euphorisiert und erschöpft haben. Viel Spaß beim Lesen!
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Bücherherbst 2008
04.12.2008. Dieser Winter bietet die Gelegenheit, sich auf literarische Entdeckungsreise in die Türkei zu begeben, oder sich von Uwe Tellkamps "Turm" in die Stadt Dresden vor der Wende zurückversetzen zu lassen. Reiche Ernte auch bei den Sachbüchern. Diskutieren Sie mit!
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Frühjahr 2008
22.04.2008. Okay, da sind die "Feuchtgebiete", da sind Jonathan Littells SS-Fantasien, da sind ein paar wackere deutsche Romane. Aber es gibt nur zwei Bücher, die auf einhelliges Echo der Kritiker stießen. Eins ist gut, das andere ist böse. Außerdem lasen die Kritiker herausragende Comics. Kroatien interessierte nicht alle, aber einige um so mehr. Ein Blick auf die Bücher des Frühjahrs 2008. Mehr lesen
Herbst 2007
26.11.2007. Dieser Literaturherbst gehört zwei russischen Schriftstellern: Wassili Grossman und Warlam Schalamow, deren Jahrhundertwerke endlich auf Deutsch erschienen sind. Einen respektablen Auftritt haben aber auch die deutschen Autoren der mittleren Generation, polnische Tunten, rumänische Manieristen, deutsche Romantiker, streitlustige Atheisten, neapolitanische Camorristi, katalanische Ritter und ein ungenierter Genussmensch. Mehr lesen
Frühjahr 2007
19.04.2007. Einen großen Auftritt haben in diesem Jahr die deutschen Erzähler und Erzählerinnen, und zwar quer durch alle Altersklassen. Wir begegnen verliebten Trollen in Schweden, erbarmungswürdigen Pechvögeln aus Dänemark, piemontesischen Schmugglern und abgestürzten bulgarischen Schriftstellern. Bei den Sachbüchern stechen vor allem die Reportagen und Essays zum Multikulturalismus von Ian Buruma und Amartya Sen hervor, aber auch Geschichtsbände zum Kalten Krieg und Preußen. Und die Kunst wird übersichtlich. Mehr lesen
Herbst 2006
10.11.2006. Absurde Komik aus der Ukraine und Gangsterbosse aus Bombay: Indien und Osteuropa retten die Literatur in dieser Saison. Die Erinnerungen großer Männer bestimmen die Presse, die Erinnerungen an den Ungarnaufstand 1956 berücken die Feuilletons. Das real existierende Sarmatien entzieht sich jeglicher Definition. Und noch vieles mehr in unseren Büchern der Saison. Mehr lesen
Frühjahr 2006
03.04.2006. Die deutschen Feuilletons haben die Fremden entdeckt - und das mit Macht. Die am häufigsten besprochenen literarischen Bücher beschäftigen sich mit einem Reisenden des 19. Jahrhunderts, türkischen Mädchen im Anatolien der Fünfziger, Jugendbanden in Leipzig oder global Sex suchenden serbischen Diplomatentöchtern. Im Sachbuchbereich hat vor allem Necla Keleks Untersuchung über die türkischen Männer in Deutschland heftige Diskussionen ausgelöst. Mehr lesen
Herbst 2005
14.11.2005. Die wichtigsten Romane der Saison handeln von Klonen. Die zweitwichtigsten von der Wende. Die wichtigsten Sachbücher handeln von Mao, von der Rückständigkeit Arabiens und vom Hass. Der Perlentaucher hat die Produktion der Saison durchgesehen und viel interessanten Stoff für lange Abende gefunden. Mehr lesen
Frühjahr 2005
06.04.2005. Erfahrung schlägt Jugend, zumindest in diesem belletristischen Frühling! Der Trend geht zum Zweitroman. Thomas Kling, zu früh verstorben, wird noch einmal für seinen letzten Gedichtband gefeiert. Der Zweite Weltkrieg beherrscht die Sachbücher, aber auch die Idee von einem Leben ohne Arbeit. Wir haben dagegen keine Mühen gescheut, gesichtet und gesiebt, und die besten Neuerscheinungen des Frühlings ausgewählt. Mehr lesen
Herbst 2004
01.11.2004. Terezia Mora, Antje Ravic Strubel, Juli Zeh, Brigitte Kronauer und Irina Liebmann: Dies ist eindeutig der Herbst der deutschen Autorinnen! Es ist auch ein Herbst monumentaler Biografien und des Buchmessenschwerpunkts "Arabische Welt". Wir stellen wir Ihnen die interessantesten Neuerscheinungen des Literaturherbstes vor. Mehr lesen








