Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Bücherbrief
Dessen Rot für keine Fahne taugt
07.09.2011. Reiche Ernte im Bücherland: Ein junger Autor, Leif Randt, hat mit "CobyCounty" nicht nur ein unterhaltsames, sondern auch eine leise unheimliches Buch geschrieben, versichern die Kritiker. Dann der monumentale neue Roman des ewigen Nobelpreiskandidaten: Ngugi wa Thiong'o. Der neue Götz Aly sorgt für Debatten. Und Anna Reid erinnert an die Blockade Leningrads. Dies alles und mehr in den besten Büchern des September.
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Weitere Anregungen finden Sie in den älteren Bücherbriefen, den Leseproben in Vorgeblättert, der Krimikolumne "Mord und Ratschlag", den Büchern der Saison vom Frühjahr 2011 und unseren Notizen zu den Literaturbeilagen vom Frühjahr 2011.
Literatur
Leif Randt
Schimmernder Dunst über CobyCounty
Roman
Berlin Verlag 2011, 240 Seiten, 18,90 Euro
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Dieses Buch ist "ein echter Beginn", ein "Signal der jungen deutschen Literatur", ruft Richard Kämmerlings in der Welt über diesen zweiten Roman des 1983 geborenen Autors Leif Randt. CobyCounty ist eine schicke kleine Stadt am Meer, in der "Kreative" ein absolut sorgenfreies Leben leben. Leif Brandt erzählt das nicht aus einer distanzierten, kritischen Perspektive, sondern beschreibt die Selbstgenügsamkeit einer privilegierten Klasse ganz im Geiste CobyCountys, erklärt Kämmerlings. Das Ergebnis fand er ausgesprochen gruselig: "eine Airbag-Welt, konfliktfrei und geräuscharm, total entspannt und totalitär unterhaltsam". Das ist witzig und "soft, ganz soft" erzählt, lobt Christoph Schröder in der SZ. Auch taz, FR, Tagesspiegel und Deutschlandradio stimmen in den Lobeschor ein. In der FAZ spricht Lena Bopp von einem "epochalen Generationenroman". Man kann sich fragen, ob Kulturjournalisten hier nicht vor allem die Beschreibung des eigenen Milieus genießen, aber das lässt sich leicht herausfinden: Hier eine Leseprobe.
Angelika Klüssendorf
Das Mädchen
Roman
Kiepenheuer und Witsch Verlag 2011, 182 Seiten, 18,99 Euro
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Ein junges Mädchen wächst in der DDR auf, erst bei ihrer prügelnden Mutter, dann in einem Kinderheim für schwer erziehbare Jugendliche. Das Mädchen ist, wen wundert's, nicht sehr sympathisch, aber sie ist auch kein tränenreiches Opfer, sondern eine "Unzerstörbare", wie Elmar Krekeler bewundernd in der Welt feststellt. In der FAZ bewundert Friedmar Apel, wie nüchtern Klüssendorf diese "schrecklich traurige Geschichte" erzählt. Und auch Helmut Böttiger hebt in der SZ hervor, dass hier keine Elendsprosa vorgeführt wird. Klüssendorf beschreibe vielmehr, "wie eine gesellschaftliche Abseitsposition entsteht, ohne dass dies zugleich als Außenseiterrolle romantisiert wird". Hier eine Leseprobe.
Michael Kumpfmüller
Die Herrlichkeit des Lebens
Roman
Kiepenheuer und Witsch Verlag 2011, 239 Seiten, 18,99 Euro
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In seinem neuen Roman erzählt Michael Kumpfmüller von der letzten großen Liebe Franz Kafkas zu der 25-jährigen Köchin Dora Diamant. Das, sollte man meinen, kann nur ins Auge gehen. Aber die Kritiker versichern unisono, dass es wunderbar gelungen sei. Endlich mal wird Kafka nicht als ewig düstrer Dichter gezeichnet, freut sich in der FAZ Oliver Jungen. Auch FR-Rezensent Harald Jähner kann sich nach der Lektüre Kafka ganz gut auch als glücklichen Menschen vorstellen. Kafka-Zitate waren in diesem Roman unvermeidlich, aber Kumpfmüllers eigene Erzählweise sei dieser Konfrontation gewachsen, erklärt Dieter Hildebrandt in der Zeit. Mehr Lob geht nicht. Hier eine Leseprobe.
Ngugi wa Thiong'o
Herr der Krähen
Roman
A1 Verlag 2011, 976 Seiten, 29,90 Euro
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Der seit 1992 in den USA lehrende kenianische Schriftsteller Ngugi wa Thiong'o galt 2010 bei den englischen Buchmachern als heißester Kandidat für den Literaturnobelpreis (den dann Mario Vargas Llosa bekam). Sein fast tausendseitiger Roman erzählt von einem fiktiven afrikanischen Staat, dem sein diktatorischer Herrscher mit einem gigantischen Turm Weltgeltung verschaffen will. Doch braucht er dazu einen Kredit der Global Bank in New York... In der SZ ist Michael Bitala hingerissen von dem Humor, mit dem wa Thiong'o einen despotischen Herrscher in seiner ganzen Arroganz und Lächerlichkeit, aber auch in seiner Angst und Einsamkeit zeichnet. Der Economist notierte: "Weiße Männer, weiße Firmen, das böse Europa und schwarze Afrikaner, die gern weiß sein möchten, teilen sich die Schuld für den Gestank dieser wuchernden Kleptokratie", aber dem "sanften Widerstand" gegen die alltägliche Gier müsse man einfach Beifall zollen. Im Deutschlandradio vergleicht Ursula März den Roman mit Marquez' "Hundert Jahre Einsamkeit" und Wallaces "Unendlichem Spaß". Und sie zollt dem kleinen A1 Verlag ein dickes Lob für dessen verlegerischen Idealismus.
Jan Peter Bremer
Der amerikanische Investor
Roman
Berlin Verlag 2011, 158 Seiten, 16,90 Euro
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Ein Schriftsteller lebt mit seiner Familie in einem Berliner Mietshaus, das von einem amerikanischen Investor gekauft und saniert wird. Seitdem ist die Hölle los. Und da der Schriftsteller eh gerade in einer Schreibkrise steckt, versucht er einen Brief an den Investor zu schreiben. taz-Rezensent Christoph Schröder fühlt sich selbst dem Irrsinn nahe, wenn er liest, wie der Schriftsteller sich in einen Kreislauf aus "Erregung, Selbstberuhigung und Übersprungshandlungen" manövriert und schließlich vollends neurotisch und unter strenger Selbstbeobachtung das Bett kaum noch verlässt. In der FR freut sich Cornelia Geißler über den komischem Aberwitz der Geschichte. In der SZ gibt Hans-Peter Kunisch zu, sich wunderbar amüsiert zu haben, und fragt dann erschrocken: Wem gehören eigentlich die Sympathien des Autors? Hier eine Leseprobe.
Lyrik
Ulrike Almut Sandig
Dickicht
Gedichte
Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 2011, 79 Seiten, 16,95 EUR
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Eine eigentümliche Mischung aus Bodenhaftung und Verträumtheit findet taz-Rezensent Andreas Wirthenson in den Gedichten von Ulrike Almuth Sandig. Für ihn ist sie die "große Romantikerin unter den jungen Lyrikerinnen", gerade weil sie das Fremde, Unbekannte nicht ausschließt. In der FAZ bescheinigt Wulf Segebrecht ihr nicht nur formales Können, sondern auch "Sprachwitz, Selbstironie und Humor, philosophische Fantasie und ein emphatisches dichterisches Selbstverständnis". Hier eine Leseprobe:
"gib mir die geschnittenen Felder unter der Folie aus Luft.
gib mir die Kiefern. die ziehen am gar nicht beweglichen Licht.
gib mir den Fischteich da drüben, den ganzen Entengries drauf..."
Yu Jian
Akte 0
Gedichte
Horlemann Verlag, Unkel 2010, 120 Seiten, 12,90 EUR
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Der Horlemann Verlag macht mit diesem Band "erstmalig gut fünfzig wunderbare Gedichte" von Yu Jian auf Deutsch zugänglich, annoncierte Katharina Borchardt in einer kurzen, aber informativen Kritik in der NZZ. Das längste, über 25 Seiten, ist "Akte 0" und beschreibt die Stasi-Akte eines Mannes, der immer systemkonform war, aber doch hin und wieder kleine Aussetzer hat: So bekommt er "von Medikamenten mit sprechenden Namen wie 'Braves Kind' oder 'Artig' Ausschlag", so Borchardt. Der Band umfasst politische Gedichte, lockt die Rezensentin, aber auch Naturgedichte und poetische Beschreibungen alltäglicher Momente wie jenes "über einen geschwollenen Penis, dessen Rot für keine Fahne taugt". Bei Arte lobt Martin Winter das kluge und kenntnisreiche Nachwort des Übersetzers Marc Hermann. Hier einige Hörproben.
Sachbuch
Reinhard Zöllner
Japan. Fukushima. Und wir
Zelebranten einer nuklearen Erdbebenkatastrophe
Iudicium Verlag 2011, 164 Seiten, 14,00 Euro
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War da was? Wochenlang sind wir mit Schreckensmeldungen über die Erdbebenkatastrophe in Japan bombardiert worden. Und dann plözlich - nichts mehr. Zeit für einen Rückblick. Der Japanologe Reinhard Zöllner war während des Erdbebens in Japan und erzählt von den Ereignissen mit einer Nüchternheit und Sachlichkeit, die die FAZ-Rezensentin Irmela Hijiya-Kirschnereit beeindruckt hat. Zöllner wertet zahllose japanische Quellen aus, blickt aber auch zurück auf den - deutschen und japanischen - Umgang mit Erdbeben in Mythologie und Wissenschaft oder auf Japans Atomwirtschaft vor Fukushima. Sehr kritisch behandelt er außerdem die deutsche Berichterstattung über das Erdbeben. "Hier schreibt jemand, der den gleichen Abstand zu beiden Gesellschaften, der japanischen wie der deutschen, auf reflektierte Weise zu halten vermag", lobt die Rezensentin.
Götz Aly
Warum die Deutschen? Warum die Juden?
Gleichheit, Neid und Rassenhass - 1800 bis 1933
S. Fischer Verlag 2011, 336 Seiten, 22,95 Euro
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Wie konnte es ausgerechnet in Deutschland zu einem Judenhass kommen, der zum schlimmsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte führte? Neid ist eines der Hauptmotive, antwortet Aly, und faltet in einigen faszinierenden Kapiteln auf, woher dieser Neid kam, einerseits zum Beispiel daher, dass sich die jüdischen Deutschen nach der Emanzipation der Modernisierung viel besser anpassen konnten als die christlichen Deutschen, anderseits auch aus einer tiefen Traumatisierung der Deutschen durch Dreißigjährigen Krieg, die Napoleonischen Kriege und später den Ersten Weltkrieg. Die Rezensenten besprachen das Buch mit einem Funkeln in den Augen: "Das Provozierende an Alys beeindruckend quellen- und materialreichem Buch ist, dass es behauptet, auch Gleichheitsbewegungen wie Sozialdemokratie und Gewerkschaften leisteten den Gewaltausbrüchen ungewollt Vorschub", schreibt eher bewundernd Gerrit Bartels im Tagesspiegel. Micha Brumlik lehnt aus eben diesem Grund in der Zeit Alys These rundheraus ab. Wo bleibt die Rolle der Konservativen, fragt er. In der FR lobt Andreas Mix zwar die detaillierte Argumentation, doch hat er den Verdacht, dass Aly, wenn er über Fortschrittsangst und Freiheitsunlust spricht eigentlich die heutigen Globalisierungsängste meint. In der SZ kann Gustav Seibt genau jene Diagnose, die andere Kritiker abwehren, nur bekräftigen: Das Material, das Aly für seine Leitthese anführt, sei schlicht erdrückend. Hier ein Interview mit Aly im Deutschlandradio, hier eine Leseprobe aus dem Buch.
Emanuel Herzog von Croy
Nie war es herrlicher zu leben
Das geheime Tagebuch des Herzogs von Croy 1718-1784
C. H. Beck Verlag 2011, 428 Seiten, 24,95 Euro
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Der Herzog von Croy (1718-1784) war von gutmütiger Natur. Er genoss seine Zeit am Hof von Versailles und lieferte "die anschaulichste Schilderung", so Tilman Krause in der Welt, eines Feuerwerks am Hof ebenso wie der Hinrichtung des versuchten Königsmörders Damien. Auch Wolfgang Burgdorf verfällt in der FAZ dem Sound des 18. Jahrhunderts: "zauberhaft feinsinnig" plaudere der Herzog über seine Begegnungen mit Voltaire, Rousseau und Benjamin Franklin, über das Reisen und das Speisen mit versenkbaren Tafeln. Für den Herzog ist das alles gleich interessant. Wie Samuel Pepys schreibt er frei von der Leber weg, ohne sich groß um die Nachwelt zu kümmern. In der SZ erklärt Stephan Speicher den Band zu einem "der schönsten historischen Bücher des Jahres". Er fragt sich allerdings auch, wie Croy die Anzeichen für eine kommende Revolution übersehen konnte. Ein großes Lob spenden die Rezensenten dem Herausgeber Hans Pleschinski, der den Leser kundig durch die Welt des Ancien Regime führt. Hier eine Leseprobe.
Anna Reid
Blokada
Die Belagerung von Leningrad 1941-1944
Berlin Verlag 2011, 587 Seiten, 34,00 Euro
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Vor siebzig Jahren begann die Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht. Sie dauerte 872 Tage, etwa eine Million Menschen kamen ums Leben, die meisten verhungerten. Die britische Journalistin Anna Reid hat die bekannten Fakten jetzt um eine Dimension erweitert, lobt Sönke Neitzel in der FAZ: Durch Tagebuchaufzeichnungen von eingeschlossenen Leningradern, die die furchtbaren Folgen der Belagerung schildern und das organisatorische Unvermögen der sowjetischen Führung. "Es ist eine Geschichtsschreibung 'von unten', die sich in die historische Faktenlage einbettet", erklärt Volker Saupe in der Berliner Zeitung. Auch NZZ-Rezensentin Judith Leister war beeindruckt. Vom Mythos der sauberen Wehrmacht bleibe hier nichts übrig, meint sie. Dies ist Geschichtsschreibung, die "auf einer breiteren Quellenbasis beruht" und den Legenden entgegenwirkt, lobt Carsten Hueck im Deutschlandradio. Hier eine Leseprobe.
Ergänzend sei noch ein Gedichtband erwähnt, auf den Oleg Jurjew kürzlich in einem sehr lesenswerten Text in der NZZ hinwies: Gennadi Gors "Blockade" (erschienen 2007 im Verlag Edition Korrespondenzen, bestellen): "Es hat sich herausgestellt, dass die von der Doktrin des sozialistischen Realismus verpönte Sprache der Leningrader Avantgarde die einzige dichterische Sprache war, die dem existenziellen Ausnahmezustand gewachsen war."
Archiv: Bücherbrief
Nerv für klare Worte
07.05.2012. Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen
Ein menschliches Tier zu sein
08.03.2012. Peter Nádas schreibt Geschichte in die Körper. Stewart O'Nan lässt uns mit Emily allein. Michael Ondaatje fährt noch einmal von Ceylon nach England. Der Arzt Siddharta Mukherjee erzählt die Biografie des Krebses. Und Jörg Baberowski untersucht Stalins Herrschaft der Gewalt. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats März.
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Romantischer Taugenichts
13.02.2012. Christian Kracht lässt seinen Helden Augustus Engelhardt die Vorzivilisation kosten. Nicholson Baker schickt uns ins Stöhnzimmer. Krisztina Toths Heldin sehnt sich nach dem unerreichbaren Westen. Stephen King verhindert einen Anschlag. Und Daniel Jütte entführt uns ins Zeitalter des Geheimnisses. Dies und mehr in den besten Büchern des Februar. Mehr lesen
Dies pralle Leben
02.01.2012. Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen
Dorfbrunnengespräch
09.12.2011. Inka Parei schickt uns in die Kältezentrale des Neuen Deutschlands. Jose Eduardo Agualusa präsentiert tropischen Barock aus Angola. Joseph Roth und Stefan Zweig sehen in ihren Briefen das Unheil heraufziehen. Nuran David Calis findet die Liebe in Bielefeld. Neil MacGregor öffnet eine Schatzkammer. Orlando Figes führt uns durch den Krimkrieg. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Dezembers. Mehr lesen
Sinnlos, aber bedeutungsvoll
09.10.2011. Sibylle Lewitscharoff tröstet Blumenberg mit einem Löwen. Josef Bierbichler übergibt einem Möchtegernkünstler eine Wirtschaft. Josef Haslinger erzählt vom Schicksal der tschechoslowakischen Eishockeymannschaft. Und Peter Englund erzählt vom Ersten Weltkrieg. Mehr lesen
Begnadet böse Blicke
08.08.2011. Liao Yiwu erzählt unverschämt schamlose Geschichten aus dem Gefängnis, Elisabeth Filhol erzählt kühl vom Tscherenkow-Effekt, Annette Pehnt zeichnet ein fieses Porträt einer gutherzigen Studentin. Ralph Bollmann bewundert die Walküre in Detmold. Dies alles und mehr in den besten Büchern des August. Mehr lesen
VERGISS ALLES!
08.07.2011. Nihad Siris beobachtet den Führerkult in Syrien. Kathrin Schmidt macht Sprachspiele. William Gibson sucht einen Schneider. Adaobi Tricia Nwaubani erforscht die "419er -Szene". Adam Mansberg erschreckt seine Kinder mit Samuel L. Jackson. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Juli. Mehr lesen
Hundert Austern und vier Flaschen Vouvray
06.06.2011. Najem Wali erinnert an die vertriebenen Juden von Bagdad, Albert Ostermaier schildert eine katholische Erziehung, Ingeborg Bachmann schreibt eine Soap opera, Florian Klenk mischt sich unter die Flüchtlinge am Ende der Welt, Anke Muhlstein beobachtet Honore de Balzac beim Schlemmen - dies und mehr in den besten Büchern des Junis. Mehr lesen
Grundlegende Erinnerungsskepsis
13.05.2011. Zwei Jahre Knast im Irak, ein Prozess gegen den Vorsitzenden des Judenghettos von Lodz, sieben unheimliche Geschichten aus dem Museum, Reise in das Innere Afrikas und der USA, ein Blick auf den Ursprung der Schönheit und in die Ordnung des Periodensystems - man kommt rum mit den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen
Man soff es aus Prinzip
04.03.2011. Eine eiskalte Künstlerin in Shanghai, swingende GIs und eine unwahrscheinliche Liebesgeschichte in Island, ein Putschversuch in Spanien, eine unanständig kluge Frau, Texte zum Post-Autorenkino, eine Geschichte der Prohibition - dies alles und mehr in den Büchern des Monats März. Mehr lesen
Schule des Erzählens
07.02.2011. Esther Kinsky nimmt uns mit in den Banat, Georges-Arthur Goldschmidt liest Kafka, Milada Souckova führt uns in eine Schule des Erzählens, Edward Said bespricht Musik ohne Grenzen, Karen Duve isst anständig und Jan Wagner besingt eine Schnecke, Hamed Abdel-Samad prophezeit den Untergang der islamischen Welt. Dies alles und mehr in den besten Bücher des Monats Februar. Mehr lesen
So viel Erhellendes
10.01.2011. E. L. Doctorow erzählt die Geschichte der zwei berühmtesten amerikanischen Messies, Homer & Langley. Peter Esterhazy krachende Parodie auf den sozialistischen Produktionsroman von 1979 amüsiert die Rezensenten 30 Jahre später noch. Parsua Bashi schickt Briefe aus Teheran. Bei Ling schildert das Leben Liu Xiaobos, Bertrand M. Patenaude den Tod Trotzkis. Und Peter Watson feiert den deutschen Genius. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen
Memphis in Schwarzweiß
16.12.2010. Barbara Conrad übersetzt Tolstois "Krieg und Frieden" mit allen Ecken und Kanten. Mathias Enard schreibt eine Urgeschichte der Gewalt. Janet Frame hat Heimweh nach Neuseeland. Ein unsichtbares Komitee verkündet den kommenden Aufstand. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen
Nette Pynchon'sche Dödel
04.10.2010. Eine Entdeckung ist Sofi Oksanens Roman "Fegefeuer", der die Geschichte Estlands vom Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bis zum Zusammenbruch des Kommunismus in den Erinnerungskampf zweier Frauen verwandelt. Im Roman "Angerichtet" des niederländischen Autors Herman Koch verhandeln zwei gut situierte Paare in einem vornehmen Restaurant die Schandtat ihrer Söhne. Außerdem: Tom Segevs Biografie über Simon Wiesenthal und Thomas Schulers kritischer Bericht über die "Bertelsmannrepublik Deutschland". Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Oktober. Mehr lesen








