Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 03.02.2012, 14.00 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Vorgeblättert

Navid Kermani: Kurzmitteilung

Ausgewählte Leseproben.

08.02.2007. "Aber wieso stirbt jemand wie Maike Anfang, dachte ich - wieso stirbt jemand einfach so? Wenn ihr Tod ohne Grund war, musste es auch mein Leben sein." Navid Kermani untersucht in seinem Roman "Kurzmitteilung" die Alltäglichkeit des Todes und dasTödliche unseres Alltages. Lesen Sie einen Auszug.

Bild zum ArtikelNavid Kermani: Kurzmitteilung
Roman

Ammann Verlag, Zürich 2007
160 Seiten, gebunden, Euro 16,90

Erscheint am 23. Februar 2007

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Zum Buch: "Tut mir leid, es dir so zu sagen, kann jetzt aber nicht anders. Meine kollegin maike anfang ist gestorben, die mit uns noch whisky trinken war. Einfach so. Ich weiß gar nichts mehr. Liebe grüße, korinna." Per SMS erfährt der knapp 40jährige Eventmanager Dariusch in seinem Rückzugsort Cadaques vom Tod einer entfernten Bekannten. Naturgemäß ist er zunächst irritiert, sogar bestürzt über die so plötzliche wie abstrakte Konfrontation mit dem Tod. Aber da er die Frau nur flüchtig kennt, findet er zunächst keinen Grund, aus der Routine des Sommerabends auszubrechen. Sein Leben und das Leben als solches wird weitergehen, als wäre Maike Anfang nicht gewesen.
Doch etwas sperrt sich in ihm dagegen, zur Tagesordnung überzugehen. Wieso stirbt Maike Anfang? Wieso stirbt jemand einfach so? Wenn ihr Tod ohne Grund war, muß es dann nicht auch sein Leben sein? In der Schlaflosigkeit des frühen Morgens beschließt er, sich in den Zug zu setzen und zurückzukehren nach Köln. Er will die Umstände des Todes erfahren oder wenigstens bei der Beerdigung anwesend sein. Er will der Verstorbenen gedenken.


Bild zum ArtikelZum Autor: Navid Kermani (www.navidkermani.de) geboren 1967, ist habilitierter Orientalist und war bis 2003 Long Term Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seitdem lebt er als freier Schriftsteller in Köln. Seit der Spielzeit 2005/2006 ist er außerdem Regisseur und "Kurator für außergewöhnliche Veranstaltungen" am Schauspielhaus Köln. Er hat einen deutschen und einen iranischen Paß.
(Foto: Hans Günter Contzen, Courtesy Ammann Verlag)

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Archiv: Vorgeblättert

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012. Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Hanna Krall: Rosa Straußenfedern

30.01.2012. Briefe, Fragmente, Zettel und Erzählungen erzählen vom Leben der polnischen Autorin Hanna Krall, ihrer Freunde und Zeitgenossen. Der Zweite Weltkrieg, die Volksrepublik Polen, Solidarnosc, vergegenwärtigen sich in ihrer Biografie. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Rosa Straußenfedern". Mehr lesen

Peter Nadas: Parallelgeschichten

26.01.2012. Peter Nadas erzählt die Geschichte der Budapester Familie Demen und ihrer Freunde, deren persönliche Schicksale mit der ungarischen und deutschen Vergangenheit verknüpft sind. Meilensteine in diesem gewaltigen Epos sind die ungarische Revolution 1956, der ungarische Nationalfeiertag am 15. März 1961 und, rückblickend, die Deportation der ungarischen Juden 1944/45 sowie die dreißiger Jahre in Berlin. Lesen Sie hier einen Auszug aus Nadas' Roman "Parallelgeschichten". Mehr lesen

Tom Bullough: Die Mechanik des Himmels

23.01.2012. Konstantin Ziolkowski, der Pionier der russischen Raumfahrt, ist das Vorbild für den kleinen, begabten Kostja in Tom Bulloughs Roman "Die Mechanik des Himmels". Arm und fast taub geht Kostja zum Studium nach Moskau und entwickelt dort am Ende des 19. Jahrhunderts visionäre Ideen von einer modernen Kosmonautik. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman. Mehr lesen

Miklos Banffy: Die Schrift in Flammen

19.01.2012. Von der untergehenden Welt der österreichisch-ungarischen Monarchie zu Beginn des 20. Jahrhunderts erzählt der ungarische Adelige, Schriftsteller und zeitweise auch Außenminister Ungarns Miklos Banffy in seiner Trilogie "Siebenbürger Geschichte". Lesen Sie hier den Anfang des ersten Bandes "Die Schrift in Flammen".
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Katie Arnold-Ratliff: Was uns bleibt

16.01.2012. Der Selbstmord einer jungen Frau bringt den Lehrer Francis aus dem Gleichgewicht, er glaubt, dass die Leiche, die seine Schüler am Strand finden, Nora ist, seine erste Liebe. Eine Reise in die Vergangenheit beginnt, der er sich stellen muss. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Was uns bleibt", dem Erstlingsroman der Amerikanerin Katie Arnold-Ratliff. Mehr lesen

Sonja Margolina: Brandgeruch

24.10.2011. Sowjetunion, DDR, Perestroika, KGB, geheime Dienste jeglicher Couleur, Kirchen, Künstler, Journalisten, der kapitalistische Westen sind Themen in Sonja Margolinas Roman "Brandgeruch" über den Geheimdienstagenten Nikolaj Gribojedow. Lesen Sie hier den Anfang. Mehr lesen

Rodney Bolt: Lorenzo Da Ponte

10.10.2011. Venedig, Wien, London, New York waren die Lebensorte von Lorenzo da Ponte, als Globalisierung noch kein Thema war. Er war Lehrer, Mozarts Librettist, Tabak-, Buch- und Gemüseverkäufer, Jude und katholischer Geistlicher, hatte Frau und Kinder und stand stets vor dem finanziellen Ruin in Zeiten großer Umbrüche. Lesen Sie hier einen Auszug aus der Biografie von Rodney Bolt. Mehr lesen

Edith Wharton: Ein altes Haus am Hudson River

06.10.2011. Vance Weston heißt der junge Held im Roman "Ein altes Haus am Hudson River" der amerikanischen Schriftstellerin Edith Wharton (1862 - 1937). Seine Träume vom Künstlerdasein führen ihn von der behüteten amerikanischen Provinz in das New York der zwanziger Jahre. Lesen Sie hier einen Auszug der deutschen Erstübersetzung. Mehr lesen

Katharina Hacker: Eine Dorfgeschichte

26.09.2011. Der Odenwald ist der Schauplatz von Katharina Hackers Erzählung "Eine Dorfgeschichte" aus der Zeit nach dem Krieg. Geheimnisse und Ängste trotzen der Sommerkindheitsidylle, wenn die Dorfbewohner und die Großeltern ihre Geschichten erzählen. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Christopher Hitchens: The Hitch

19.09.2011. In seiner Autobiografie erzählt Christopher Hitchens, wie aus einem britischen Trotzkisten ein amerikanischer Demokrat wurde und aus einem vehementen Vietnamkriegsgegner ein ebenso vehementer Befürworter des Irakkriegs. Auf den Vorwurf, ein Wendehals zu sein, antwortete er mit John Maynard Keynes: "Wenn sich die Fakten ändern, ändert sich auch meine Meinung - und wie steht's bei Ihnen, Sir?" Lesen Sie hier einen Auszug aus "The Hitch". Mehr lesen

Nellie Bly: Zehn Tage im Irrenhaus

12.09.2011. Nellie Bly war eine Pionierin des investigativen Journalismus und begab sich undercover 1887 in die Frauenpsychiatrie auf Blackwell's Island in New York. Wie sie das bewerkstelligte und was sie dort erlebte, können Sie in ihrem Bericht "Zehn Tage im Irrenhaus" lesen. Hier ein Auszug. Mehr lesen

Andrzej Stasiuk: Hinter der Blechwand

05.09.2011. Wladek und Pawel fahren durch die einsamsten Gegenden Südosteuropas, immer auf der Suche nach einem geglückten Geschäft. Doch auf den Second-Hand-Märkten und Basaren sind nicht die konkurrierenden chinesischen Händler die wahre Gefahr, sondern Menschenhändler. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman "Hinter der Blechwand" des polnischen Schriftstellers Andrzej Stasiuk. Mehr lesen

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Bd. 7

29.08.2011. Der siebte Band der großen Dokumentation zeigt, wie sich mit dem Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 der antijüdische Terror zum systematischen Völkermord ausweitetete. Lesen Sie hier Dokumente über die Verfolgung der Juden im Baltikum und in Rumänien sowie über das Massaker von Babij Jar, mit dem vor siebzig Jahren der Holocaust seinen Anfang nahm. Mehr lesen

Wolfgang Hädecke: Novalis

25.08.2011. Wenn man wie Novalis mit 30 Jahren stirbt, muss man sich mit allem im Leben beeilen: mit dem Studium, mit der Kunst, mit der Liebe, mit der Philosophie, mit revolutionären Ideen ... Lesen Sie hier einen Auszug aus der Biografie Friedrich von Hardenbergs, geschrieben von Wolfgang Hädecke. Mehr lesen

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