Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Von Lesern empfohlene Bücher

Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich

Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael

Fallende Blätter
Ein Stipendium für Kulturkorrespondenten
19.09.2003. Kultur-Staatsministerin Christina Weiss hat bei der Hallenser Tagung die Schaffung eines Stipendiums für Kulturkorrespondenten im Ausland vorgeschlagen. Vor den versammelten Feuilleton-Chefs plädierte sie auch für eine größere Leserfreundlichkeit des Feuilletons. Wir dokumentieren ihre Rede.
Die Staatsministerin für Kultur, Christina Weiss, hat am Freitag morgen bei einer Tagung von Feuilleton-Journalisten in Halle die Schaffung eines Stipendiums für Kulturkorrespondenten im Ausland in Aussicht gestellt. Ausgehend von der misslichen Lage der Zeitungen, beklagte sie in einer vom Online-Magazin Perlentaucher.de dokumentierten Rede, dass die Zeitungen "unter dem Druck der Bilanzen" zu allererst am Korrespondentennetz sparen. "Und ehe die politischen Korrespondenten abberufen werden, erhalten die Vertreter des Feuilletons ihren Rückruf in die Redaktionen." Weiss schlug vor, das Stipendium "mit Hilfe der finanziellen Potenz einer großen Stiftung oder eines Druck- und Verlagshauses " mit Geld auszustatten. Übernommen werden sollen dabei nicht die Kosten für das Gehalt, sondern die Mehrkosten, die durch eine Korrespondenz im Ausland anfallen. Eine Jury soll die Journalisten jährlich auswählen. Vor den versammelten Feuilleton-Chefs plädierte Christina Weiss auch für eine größere Leserfreundlichkeit des Feuilletons. Ihr Rede dokumentieren wir hier.
Die Tagung wurde gestern abend in feierlicher Stimmung und halliger Kirchenakkustik von Thomas Steinfeld eröffnet. Eine Empore umkränzt den Saal. Eine krönende Kirchenorgel hinter der Rednertribüne schafft einen dem Ernst der Lage angemessenen Rahmen. Von den Wänden blicken die strengen Physiognomien protestantischen Anstaltspersonals aus dem 19. Jahrhundert.
Die Diskussion zwischen den Feuilleton-Chefs kreiste um die Frage, ob die Krise des Feuilletons eher mit einer Rückkehr zu den Rezensionen oder mit einem qualifizierten politischen und Debatten-Feuilleton zu bewältigen sei. Über Antworten auf diese Frage, die die intellektuelle Öffentlichkeit in diesen Tagen in Atem hält, werden wir Sie in unserer kleinen Kolumne weiter auf dem Laufenden halten.
Archiv: Fallende Blätter
Das Karussell der immergleichen Protagonisten
07.10.2003. Nein, es gibt wahrlich keinen Grund, um dieses Feuilleton zu trauern. Einige erbitterte Erwägungen. Mehr lesen
Bangemachen gilt nicht
28.09.2003. Der Strukturwandel der Öffentlichkeit betrifft nicht nur die Feuilletons, sondern die Aktualitätsmedien insgesamt. Sie brauchen ein Feuilleton, das sich ihm widersetzt. Mehr lesen
Fallende Blätter
25.09.2003. Eine Übersicht mit allen Artikeln und Vorträgen im Perlentaucher zur Konferenz über die Zeitungskrise in Halle. Mehr lesen
Brot statt Spiele
25.09.2003. Das größte Verbrechen des Feuilletons ist vielleicht, dass es dem Leser glaubhaft gemacht hat, er dürfe sich kein Urteil anmaßen. Mehr lesen
Fallende Blätter
24.09.2003. Zu viel Unverbindlichkeit: Was dem Feuilleton fehlt, ist Geschichte - als Abfolge und Wertung.
Mehr lesen
Der Feuilletonkongress in Halle: Ein Fazit
21.09.2003. Die Krise des deutschen Feuilletons ist nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine inhaltliche. Das zeigte die Reaktion der Leser am letzten Tag. Ein Fazit der Konferenz in Halle. Mehr lesen
Literat und Feuilletonist
21.09.2003. "Den Literaten wie den Feuilletonisten quälen - und dies ist beiden Seiten peinlich - die gleichen Schrumpfschmerzen. Und die große Ähnlichkeit dieses Schrumpfens, die Gestaltverwandschaft der Schwindsucht, macht das Verhältnis zwischen Feuilletonist und Literatur heute so heikel." Mehr lesen
Der Verrat am Leser
21.09.2003. Das Feuilleton schreibt nur noch für eine inzestuöse Öffentlichkeit: die Kollegen. Wer jedoch ohne Kenntnis des Milieus für seine Lektüre die Kosten eines Zeitungskaufs auf sich genommen hat, wird in vielen Fällen gar nicht verstehen, worum es im Einzelnen geht. Das ist Verrat am Leser. Mehr lesen
Wie öffentlich ist das Feuilleton?
21.09.2003. Ein waffenstarrendes "Vielleicht"? Vier Studenten der Uni Chemnitz versuchten die deutschen Feuilletons zu verstehen und sorgten für einen Moment der Wahrheit. Mehr lesen
Das deutsche Feuilleton aus der Perspektive des Internets. Von Thierry Chervel
20.09.2003. Das deutsche Feuilleton ist kosmisch kompetent. Warum sieht es aus der Perspektive des Internets trotzdem so klein aus?
Mehr lesen
Fallende Blätter
19.09.2003. Bessere Lesbarkeit, Eroberung der vorderen Seiten, mehr Dynamik, kurz: eine Offensive für den Qualitätsjournalismus wünscht sich die Staatsministerin für Kultur vom deutschen Feuilleton. Mehr lesen
Il giornalista scrive su acqua
16.09.2003. Ist das deutsche Feuilleton in der Krise? Liegt's am Crash der New Economy, oder nicht doch auch an ihm selbst? Carl Wilhelm Macke vergleicht das deutsche mit dem italienischen Feuilleton, das sich nicht als "Festung des Wissens" geriert. Mehr lesen
Gibt es einen neuen Strukturwandel der Öffentlichkeit?
15.09.2003. Droht die deutsche Öffentlichkeit durch die Zeitungskrise auch ihr einziges Forum der intellektuellen Auseinandersetzung zu verlieren - die Feuilletons? Thomas Steinfeld, Literaturchef der Süddeutschen Zeitung stellt Fragen zu einem dramatischen Strukturwandel der Öffentlichkeit. Ein Kolloquium in Halle wird nach Antworten suchen. Mehr lesen
Kritischer Zustand
27.08.2003. Die Medien reden gern über sich. Aber diesmal ist alles anders: Die Angst ist real. Den großen Zeitungen geht es schlecht. Und mit den Feuilletons droht das "mittlerweile einzige Forum der intellektuellen Auseinandersetzung in der großen Öffentlichkeit zu verschwinden", schreibt Thomas Steinfeld. In Halle wird hierzu eine Krisensitzung veranstaltet. Der Perlentaucher wird berichten, kommentieren, diskutieren. Mehr lesen





