Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

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Fallende Blätter

Ein Stipendium für Kulturkorrespondenten

19.09.2003. Kultur-Staatsministerin Christina Weiss hat bei der Hallenser Tagung die Schaffung eines Stipendiums für Kulturkorrespondenten im Ausland vorgeschlagen. Vor den versammelten Feuilleton-Chefs plädierte sie auch für eine größere Leserfreundlichkeit des Feuilletons. Wir dokumentieren ihre Rede.

Die Staatsministerin für Kultur, Christina Weiss, hat am Freitag morgen bei einer Tagung von Feuilleton-Journalisten in Halle die Schaffung eines Stipendiums für Kulturkorrespondenten im Ausland in Aussicht gestellt. Ausgehend von der misslichen Lage der Zeitungen, beklagte sie in einer vom Online-Magazin Perlentaucher.de dokumentierten Rede, dass die Zeitungen "unter dem Druck der Bilanzen" zu allererst am Korrespondentennetz sparen. "Und ehe die politischen Korrespondenten abberufen werden, erhalten die Vertreter des Feuilletons ihren Rückruf in die Redaktionen." Weiss schlug vor, das Stipendium "mit Hilfe der finanziellen Potenz einer großen Stiftung oder eines Druck- und Verlagshauses " mit Geld auszustatten. Übernommen werden sollen dabei nicht die Kosten für das Gehalt, sondern die Mehrkosten, die durch eine Korrespondenz im Ausland anfallen. Eine Jury soll die Journalisten jährlich auswählen. Vor den versammelten Feuilleton-Chefs plädierte Christina Weiss auch für eine größere Leserfreundlichkeit des Feuilletons. Ihr Rede dokumentieren wir hier.

Die Tagung wurde gestern abend in feierlicher Stimmung und halliger Kirchenakkustik von Thomas Steinfeld eröffnet. Eine Empore umkränzt den Saal. Eine krönende Kirchenorgel hinter der Rednertribüne schafft einen dem Ernst der Lage angemessenen Rahmen. Von den Wänden blicken die strengen Physiognomien protestantischen Anstaltspersonals aus dem 19. Jahrhundert.

Die Diskussion zwischen den Feuilleton-Chefs kreiste um die Frage, ob die Krise des Feuilletons eher mit einer Rückkehr zu den Rezensionen oder mit einem qualifizierten politischen und Debatten-Feuilleton zu bewältigen sei. Über Antworten auf diese Frage, die die intellektuelle Öffentlichkeit in diesen Tagen in Atem hält, werden wir Sie in unserer kleinen Kolumne weiter auf dem Laufenden halten.

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Archiv: Fallende Blätter

Das Karussell der immergleichen Protagonisten

07.10.2003. Nein, es gibt wahrlich keinen Grund, um dieses Feuilleton zu trauern. Einige erbitterte Erwägungen. Mehr lesen

Bangemachen gilt nicht

28.09.2003. Der Strukturwandel der Öffentlichkeit betrifft nicht nur die Feuilletons, sondern die Aktualitätsmedien insgesamt. Sie brauchen ein Feuilleton, das sich ihm widersetzt. Mehr lesen

Fallende Blätter

25.09.2003. Eine Übersicht mit allen Artikeln und Vorträgen im Perlentaucher zur Konferenz über die Zeitungskrise in Halle. Mehr lesen

Brot statt Spiele

25.09.2003. Das größte Verbrechen des Feuilletons ist vielleicht, dass es dem Leser glaubhaft gemacht hat, er dürfe sich kein Urteil anmaßen. Mehr lesen

Fallende Blätter

24.09.2003. Zu viel Unverbindlichkeit: Was dem Feuilleton fehlt, ist Geschichte - als Abfolge und Wertung.
Mehr lesen

Der Feuilletonkongress in Halle: Ein Fazit

21.09.2003. Die Krise des deutschen Feuilletons ist nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine inhaltliche. Das zeigte die Reaktion der Leser am letzten Tag. Ein Fazit der Konferenz in Halle. Mehr lesen

Literat und Feuilletonist

21.09.2003. "Den Literaten wie den Feuilletonisten quälen - und dies ist beiden Seiten peinlich - die gleichen Schrumpfschmerzen. Und die große Ähnlichkeit dieses Schrumpfens, die Gestaltverwandschaft der Schwindsucht, macht das Verhältnis zwischen Feuilletonist und Literatur heute so heikel." Mehr lesen

Der Verrat am Leser

21.09.2003. Das Feuilleton schreibt nur noch für eine inzestuöse Öffentlichkeit: die Kollegen. Wer jedoch ohne Kenntnis des Milieus für seine Lektüre die Kosten eines Zeitungskaufs auf sich genommen hat, wird in vielen Fällen gar nicht verstehen, worum es im Einzelnen geht. Das ist Verrat am Leser. Mehr lesen

Wie öffentlich ist das Feuilleton?

21.09.2003. Ein waffenstarrendes "Vielleicht"? Vier Studenten der Uni Chemnitz versuchten die deutschen Feuilletons zu verstehen und sorgten für einen Moment der Wahrheit. Mehr lesen

Das deutsche Feuilleton aus der Perspektive des Internets. Von Thierry Chervel

20.09.2003. Das deutsche Feuilleton ist kosmisch kompetent. Warum sieht es aus der Perspektive des Internets trotzdem so klein aus?
Mehr lesen

Fallende Blätter

19.09.2003. Bessere Lesbarkeit, Eroberung der vorderen Seiten, mehr Dynamik, kurz: eine Offensive für den Qualitätsjournalismus wünscht sich die Staatsministerin für Kultur vom deutschen Feuilleton. Mehr lesen

Il giornalista scrive su acqua

16.09.2003. Ist das deutsche Feuilleton in der Krise? Liegt's am Crash der New Economy, oder nicht doch auch an ihm selbst? Carl Wilhelm Macke vergleicht das deutsche mit dem italienischen Feuilleton, das sich nicht als "Festung des Wissens" geriert. Mehr lesen

Gibt es einen neuen Strukturwandel der Öffentlichkeit?

15.09.2003. Droht die deutsche Öffentlichkeit durch die Zeitungskrise auch ihr einziges Forum der intellektuellen Auseinandersetzung zu verlieren - die Feuilletons? Thomas Steinfeld, Literaturchef der Süddeutschen Zeitung stellt Fragen zu einem dramatischen Strukturwandel der Öffentlichkeit. Ein Kolloquium in Halle wird nach Antworten suchen. Mehr lesen

Kritischer Zustand

27.08.2003. Die Medien reden gern über sich. Aber diesmal ist alles anders: Die Angst ist real. Den großen Zeitungen geht es schlecht. Und mit den Feuilletons droht das "mittlerweile einzige Forum der intellektuellen Auseinandersetzung in der großen Öffentlichkeit zu verschwinden", schreibt Thomas Steinfeld. In Halle wird hierzu eine Krisensitzung veranstaltet. Der Perlentaucher wird berichten, kommentieren, diskutieren. Mehr lesen

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