Magazinrundschau - Archiv
20.02.2007. De Groene Amsterdammer überlegt, ob Sex für Islamisten nicht Wunder in der Bekämpfung des Dschihad bewirken könnte. Im Spectator verabschiedet sich John Gray von einem nationalen Konsens, der Briten aller Couleur einen könnte. Al-Sharq al-Awsat beschreibt religiös bedingte Unruhen unter Studenten in Beirut. Alberto Fuguet reist für die Revista de Libros in die digitale Nacht. Im Guardian denkt Eric Hobsbawm über den Spanischen Bürgerkrieg, Marx und Bakunin nach. Im Nouvel Obs stellt Bernard-Henri Levy drei Regeln für das Engagement Intellektueller in Wahlkämpfen auf. The New Republic dokumentiert einen Aufruf zur Gründung einer American Review of Books. Der Economist beschreibt das boomende Zeitungsgeschäft in Indien. Die New York Times bespricht Götz Alys Buch "Hitlers Volksstaat". Mehr lesen
13.02.2007. Die New York Review of Books reist in den kurdischen Teil der Türkei. Der Economist findet Ayaan Hirsi Alis Autobiografie charmant, wenn auch etwas problematisch. Tygodnik Powszechny kommentiert den Streit um Adam Michnik. Der New Yorker zählt die Folterszenen in der Serie "24". Nepszabadsag mag nicht mehr in die lächelnd uninteressierten Augen der Westeuropäer sehen. Im Nouvel Obs sieht Tariq Ali schwarz für die Zukunft eines unabhängigen Irak. Die New York Times begutachtet eine Website zu Harry Potter 7. Mehr lesen
06.02.2007. Das NRC-Handelsblad fordert nach Lektüre der christlichen Schulausgabe des holländischen Dudens eine zünftige "Halal"-Edition. The Nation berichtet, wie ägyptische Blogger einen Fall von Polizeifolter publik machten. Al Ahram wirft einem UN-Report über die arabische Welt feministische Propaganda vor. In der New York Times erklärt Tariq Ramadan Ian Buruma, was islamische Weiblichkeit ist. Ayaan Hirsi Ali erklärt dem Observer, wer Tariq Ramadan ist. In Folio erklärt die Teheraner Künstlerin Jinoos Taghizadeh, warum sie auch am Privatpool lieber keinen Badeanzug trägt. HVG beschreibt Schandtaten und Nöte rumänischer Journalisten. DU reist nach Asakusa. Die London Review of Book reist ins Second Life. Mehr lesen
30.01.2007. In Prospect fragt Francis Fukuyama die postmodernen europäischen Eliten, was sie muslimischen Einwanderern denn an Werten für eine Identität anzubieten hätten. In Al Hayat fragt Yassin Al-Haj Salih, warum die USA in Osteuropa die Dissidenten unterstützt haben, in der arabischen Welt dagegen die Despoten. In Le Monde erzählt ein Gynäkologe von seinen Erfahrungen bei der Entbindung muslimischer Frauen. Der Spectator blickt neidisch auf Tabu brechende linke Intellektuelle. Tygodnik Powszechny sieht Byzanz an Brüssel heranrücken. In der New York Review of Books bespricht J. M. Coetzee Norman Mailers Roman über Hitler. Im Espresso erinnert Andrzej Stasiuk an den polnischen Hochzeitstanz Oberek. Im Figaro kritisiert Paul Bocuse die Nouvelle Cuisine. Die New York Times fordert: Lebensmittel statt Nährstoffe, please. Mehr lesen
23.01.2007. Im Figaro erklärt der Philosoph Remi Brague Sinn und Unsinn der alle zwanzig Jahre wiederkehrenden Heidegger-Debatte. In al-Sharq al-Awsat fragt Amir Taheri, was Papst Benedikt XVI. meint, wenn er Freiheit einen "mythischen Wert" nennt. Im Guardian fragt sich Nick Cohen, warum die Linke nur noch faschistische Regime unterstützt. Outlook India murmelt angesichts eines Big Brother Skandals: Arme Briten. Der New Yorker erklärt, wie man eine Diagnose stellt. In der Gazeta Wyborcza verteidigt Joseph Stiglitz die Wirtschaftspolitik Hugo Chavez'. In Nepszabadsag spricht der Komponist Ivan Madarasz über Musik und höhere Weltordnung. Mehr lesen
16.01.2007. Verbrennt die Burka!, ruft Taslima Nasrin in Outlook India. Die ungarischen Bischöfe sollen sich ein Beispiel an ihren polnischen Kollegen nehmen, wünscht sich Nepszabadsag. Vanity Fair sieht die Zukunft der Presse in den Händen von Milliardären. In Folio erzählt der Ethnologe Nigel Barley, wie er sich vom Schälen seines Penisses freikaufen konnte. Der New Yorker porträtiert einen Al-Qaida-Mann, der zuviel Monopoly gespielt hat. In Reportajes beschreibt der Waffenhändler Carlos Cardoen die ausgeglichene Persönlichkeit Saddam Husseins. Il Foglio schildert den Erbfolgekrieg der zwei mächtigsten Casino-Mogule von Macao. In Al Hayat ärgert sich die Schriftstellerin Ghalia Qabbani über die Teheraner Holocaust-Konferenz. Mehr lesen
09.01.2007. Der New Yorker denkt über die digitale Zukunft Hollywoods nach. In La Repubblica vergleicht Adriano Sofri die Hinrichtung Saddam Husseins mit der Mussolinis. Libanesische, irakische und syrische Autoren erklären in Al Hayat, warum die Hinrichtung ein Fehler war. Im Espresso ärgert sich Tahar Ben Jelloun, dass die Amerikaner nicht auch Pinochet aufgehängt haben. Die Gazeta Wyborcza fordert die Katholische Kirche zu einer Säuberungsaktion auf. In der Weltwoche wünscht sich Hans-Ulrich Wehler etwas mehr Biss von seinen Studenten. In der New York Times erzählt der Schriftsteller Richard Powers, wie er seine Bücher spricht. Mehr lesen
02.01.2007. Die London Review of Books ahnt, warum Hannah Arendts Kritik des Karrierismus derzeit gemieden wird. Der Merkur erklärt, warum die Serie "24" unsere heutige Gesellschaft so gut beschreibt. In ScienceGuide überlegt Frits van Oostrom, warum die Niederlande keinen Churchill, Washington, Walesa oder Mandela haben. Literaturen denkt über den Islam als Dienstboten-Religion nach. Der Economist beschreibt die Franzosen als wahre Künstler der Konversation. In Le Point wünscht sich Kenzabure Oe das französische Modell der Kreuzung der Kulturen als Vorbild für Japan. In Elet es Irodalom denkt Peter Nadas über die Identität der EU nach. Im New Yorker erzählt Julian Barnes, wie ihm die kläglichen Reste seines Glaubens ausgetrieben wurden. Mehr lesen
19.12.2006. Prospect überlegt, ob Kapitalismus Demokratie braucht. In Tygodnik Powszechny behauptet der Schriftsteller Jerzy Pilch: Glückliche Menschen schreiben keine Bücher. Die Revista de Libros feiert den chilenischen Boswell Adolfo Bioy Casares. Der Economist verfrachtet FU und Humboldt-Uni in den Flughafen Tempelhof. Die Gazeta Wyborcza fürchtet, Castros Kuba könnte Pinochets Chile nacheifern. In Le Point mahnt Bernard-Henri Levy, dass mit Castro bald noch ein lateinamerikanischer Diktator straflos im Bett sterben wird. Magyar Hirlap erinnert an die von Stalin ausgelöste Hungersnot in der Ukraine. Das TLS erzählt, wie Margaret Thatcher von einem spanischen Außenminister bezirzt wurde. Die Weltwoche wird von Taliban entführt. In der New York Times denkt Peter Singer über faires Spenden nach. Mehr lesen
12.12.2006. In der Lettre beschreibt Bora Cosic die Dekadenz der Belgrader Kultur. Der Economist rügt die Macho-Kultur der deutschen Presse. In Vanity Fair überlegt Christopher Hitchens, warum Frauen ihn nie zum Lachen bringen. Der New Yorker weiß, welches Buch Verleger jedes Jahr aufs Neue glücklich macht. Al-Sharq al-Awsat berichtet über Auseinandersetzungen im Arabischen Schriftstellerverband. Im Figaro fordert Pascal Bruckner eine Kultur des Mutes im Westen. Die London Review beobachtet ein Beispiel von Biosentimentalität. Tygodnik berichtet, wie der Papst in Istanbul beinahe zum Islam übergetreten wäre. Mehr lesen
05.12.2006. Folio sucht Freiheit - in China, Russland, Arabien und dem Knast. Nepszabadsag verneigt sich vor Monstern in Röcken und stolzen Feen - und Magda Szabo, die beide beschrieben hat. In der Gazeta Wyborcza erklärt Dorota Maslowska: Drama ist wie Mathe. Das TLS liest Thomas Pynchons neuen Roman als Protest gegen das Ausgelöschtsein. In du erklärt Felicitas Hoppe angesichts einer bevorstehenden Äquatortaufe: Ich kann nicht schwimmen. Wired überlegt, wie man Whiskas neben explodierenden Katzen verkauft. Reportajes warnt vor einem tropischen Beria auf Kuba. In der Weltwoche fragt Leon de Winter fassungslos, wie die satten Niederländer eine maoistische Partei zur drittstärksten politischen Kraft wählen konnten. In Elet es Irodalom feiert Laszlo Földenyi die auratischen Gemälde des Attila Szücs. Die New York Times empfiehlt allen Schlapphüten: Entwickelt Schwarmintelligenz! Mehr lesen
28.11.2006. Der Merkur beschwört die Exzentrik der Europäer. Im Espresso liest Umberto Eco den Koran und Tertullian. Die Weltwoche interviewt Ahmed Scheikh von Al Dschasira. Im Figaro verteidigt Alain Finkielkraut Robert Redeker gegen seine "Ja, aber..."-Verteidiger. Das TLS hat die Nase voll von politischen Moralaposteln. Literaturen vom neuen Wertepatriotismus. Die Briten kaufen Bulgarien, stellt Przekroj fest. Nepszabadsag sehnt sich nach einem Kapitalismus mit menschlichem Antlitz. Der Economist feiert eine Tocqueville-Biografie. Die New York Times liebt den neuen Pynchon. Mehr lesen
21.11.2006. The New Republic bedauert seine Unterstützung des Irakkriegs. Im New Yorker versucht Seymour Hersh herauszubekommen, ob eine Bombardierung des Iran ansteht. Die Weltwoche zitiert jubelnde Taliban. Wenigstens die Kolumbianer scheinen die Nase voll vom Töten zu haben, glaubt der Schriftsteller Hector Abad Faciolince in Semana. Prospect weiß, was England glücklich machen würde: die Unabhängigkeit Schottlands. Die New York Review of Books porträtiert den vielleicht nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten: Barack Obama. Im NRC Handelsblad ruft Jonathan Israel: Erinnert euch an Spinoza! Elet es Irodalom porträtiert die Ungarn als waschechte Demokraten. Die New York Times sieht das politische Ende der Babyboomer nahen. Mehr lesen
14.11.2006. The Nation will die Meinungsseiten abschaffen. In Outlook India kritisiert der Historiker Irfan Habib die Kolonialisten. Der Guardian kritisiert nur die schlechten Kolonialisten. In Nepszabadsag sieht György Konrad immer noch das Gespenst der Fehde durch Südosteuropa ziehen. Elet es Irodalom singt ein Loblied auf die Sulzbergers. Folio geht shoppen. Foreign Policy auch: Schnittblumen und Kanonen bei Viktor Bout. Der Spectator sah die Zukunft des amerikanischen Konservatismus. Die New York Times kapituliert vor Londoner Taxifahrern. Mehr lesen
07.11.2006. Die Magazine sorgen sich um den Zustand der Demokratie: Den Philosophen Leszek Koczanowicz erinnert sie in der Gazeta Wyborcza an ein ausgeblasenes Ei. Die New York Times beklagt die intellektuelle Unredlichkeit Bushs. In Elet es Irodalom sieht Janos Kis Ungarn in der Sackgasse. Outlook India beschreibt das Kopftuch als Symbol des Kompromisses. Der Economist zahlt acht Dollar für den Eintritt in die Hölle. In al-Sharq al-Awsat empören sich algerische Intellektuelle über die Heuchelei der Franzosen. Al Ahram will gleich ganz mit historischer Schuld aufräumen. In der Weltwoche rechnet Mario Vargas Llosa vor, was seine aus Mexiko stammende amerikanische Haushälterin verdient. Mehr lesen
31.10.2006. The New Republic fordert die Europäer zu umfassender Meinungsfreiheit auf - auch die Leugnung des Holocaust soll erlaubt sein. In Le Point hält Bernard-Henri Levy dagegen: die Negation sei schon Teil des Verbrechens. Outlook India begutachtet Schönheitssalons in Slums. Der Merkur beschreibt den Zusammenhang zwischen der kulturellen Arroganz des Islam und wirtschaftlichem Misserfolg. Der New Yorker porträtiert den Computerspielerfinder Will Wright. Im NRC Handelsblad erzählt der Reporter Vik Franke, wie er in Afghanistan zurückschoss. Der Spectator spottet über die braven Thatcher-Kinder. In der Gazeta Wyborcza beschreibt Adam Michnik den Unterschied zwischen der polnischen und der ungarischen Revolution. Die New York Times erklärt Akademikern, wie sie Google für sich nutzen können. Mehr lesen
24.10.2006. Atlantic Monthly bewundert die Manipulationsfähigkeit Hillary Clintons. In Outlook India protestiert Arundhati Roy gegen die Todesstrafe für Mohammed Afzal. Im Guardian erklärt Jay McInerney, wie billiger Wein den Gaumen schult. Elias Khoury interpretiert den Nobelpreis für Orhan Pamuk in Al Ahram als Rache des Textes am Autor. Bernard-Henri Levy will Putins Gewissensbiss sein. In Elet es Irodalom denken Peter Nadas und Peter Esterhazy über die Revolution von 1956 nach. Die Gazeta Wyborcza erinnert daran, dass es 1956 auch in Polen eine kleine Revolution gab. Die New York Times fährt nach Afghanistan. Mehr lesen
17.10.2006. Im NRC Handelsblad blickt Ian Buruma auf larmoyante Neocons und fragt stirnrunzelnd: Wo bleibt die Debatte? In der Gazeta Wyborcza erklärt Neocon Norman Podhoretz den islamischen Fundamentalismus zum neuen Totalitarismus. Auch der Economist macht einen neuen Faschismus aus - in Putins Russland. In al-Sharq al-Awsat fordert der Historiker Abdesselam Cheddadi die arabische Welt auf, ihren Ibn Khaldun wieder zu lesen. Der Spectator sieht Südafrika in ernsten Schwierigkeiten. Express stellt die neue Philosophie vor, die eine alte ist. Der New Yorker rühmt deutsche Universitäten des 19. Jahrhunderts. Mehr lesen
10.10.2006. Vanity Fair spürt dem Massaker von Haditha nach. Al-Sharq al-Awsat staunt, dass muslimische, intellektuelle Frauen das Bild des Islam in Amerika bestimmen. Outlook India pfeift auf die Tarnkappe der Fiktion. Der Spiegel weiß, was Putin in Deutschland einkaufen will. In Semana steht Orhan Pamuk zu seiner Bürgerlichkeit. du widmet sich Rebecca Horn. Cui prodest - wem nützt es, fragt die Gazeta Wyborcza nach dem Mord an Anna Politkowskaja. In der Weltwoche erklärt Lorenzo de Medici, warum es in Ordnung geht, dass sein Geschlecht ausstirbt. Die New York Times spielt Spore. Mehr lesen
03.10.2006. Keine Feuilletons heute, aber dafür gibt's eine schöne ausführliche Magazinrundschau. Literaturen beugt das Knie vor Johannes Fest. In Al-Hayat untersucht die libanesische Soziologin Dalal al-Bizri den arabischen Blick auf "den Anderen". In Elet es Irodalom verneigt Bela Tarr sich vor dem "anderen" Gabor Body. Die New York Review of Books kennt eine Sache, die noch heißer ist als GoogleBooks: Espresso Printing! Outlook India fürchtet sich vor Pervez Musharraf. Das TLS glaubt zu wissen, warum Günter Grass so lange über seine SS-Mitgliedschaft geschwiegen hat. Die Lettre druckt die besten Reportagen der Welt. In der Gazeta Wyborcza zieht Salman Rushdie den Hut vor Künstlern in islamischen Ländern. Der Express schämt sich, Franzose zu sein. Die New York Times feiert den Bariton Thomas Quasthoff. Mehr lesen
26.09.2006. In der New York Review of Books denkt Timothy Garton Ash über den Islam in Europa nach. In Outlook India fragt Vikram Seth, ob seine Bisexualität ihn zu einem Kriminellen macht. In Nepszabadsag verteidigen Peter Esterhazy und Peter Nadas ihren Ministerpräsidenten Gyurcsany - auch wenn er gelogen hat. Im Nouvel Obs schreibt Julian Barnes eine neue "Madame Bovary". Economist, Al Ahram und Le Point grübeln über die Regensburger Rede. Mehr lesen
19.09.2006. Outlook India erinnert an die 65.000 indischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Die Weltwoche beschreibt den neuen Internetboom als eine Art Mitmach-Party. In der London Review of Books sucht Tony Judt nach den amerikanischen Liberalen und findet nur Bedienstete. Il Foglio porträtiert die sozialdemokratische Europaabgeordnete Lilli Gruber. In der Polityka untersucht Adam Krzeminiski polnische Ängste vor deutschen Revanchisten. Elet es Irodalom besucht den Garten der Dohany-Synagoge von Budapest, heute ein Massengrab. Das TLS ackert sich durch 2000 Jahre ärztliches Versagen. Im Figaro analysiert der Philosoph Philippe Raynaud den Erfolg der extremen Linken in Frankreich. Die New York Times ruft das Zeitalter der Satire aus. Mehr lesen
12.09.2006. Im Guardian sieht Martin Amis das Zeitalter des Horrors heraufziehen. Die Weltwoche besucht den tschetschenischen Ministerpräsidenten und Gangster Ramsan Kadyrow. Folio nimmt das Bombengeschäft privater Militärfirmen unter die Lupe. Al Ahram sieht sich eingekeilt zwischen amerikanischen Imperialisten und islamischen Fundamentalisten. Il Foglio bewundert Roms Bürgermeister. Der Merkur inspiziert die neue deutsche Klassengesellschaft. Radar hört den Tango nur noch als Klopfen von unter der Erde. Le Monde entlarvt Katrina als den größten Raubzug aller Zeiten. Der Spiegel warnt vor der Globalisierung. Das TLS hält ein ein flammendes Plädoyer für den Empirismus. Elet es Irodalom trauert um den Dichter György Faludy, der keinen anderen Identitätsnachweis als seinen Bibliotheksausweis besaß. Und die New York Times Book Review bespricht Ian Burumas Buch über den Mord an Theo van Gogh. Mehr lesen
05.09.2006. Der New Yorker porträtiert Junior, ein echtes Problemkind und Amerikas wertvollster Al-Qaida-Informant. Im Spectator fordert Alan Dershowitz eine liberale Initiative zur Terrorbekämpfung. Outlook India feiert die neue Gandhi-Jugend, die Motorrad-Rallyes für den Frieden mit Pakistan veranstaltet. In Literaturen rühmt Ilija Trojanow das Talent der Bombaywallas zur giftigen Liebeserklärung. Polityka preist Olga Tokarczuks neues Buch über die sumerische Göttin Inanna. Der Economist erzählt vom Spiel synthetischer Biologen mit BioBricks. Nepszabadsag geißelt die Haltung der USA während des Ungarn-Aufstands von 1956. Der Nouvel Obs schildert die prekäre Lage verarmter Schriftsteller. Und die New York Times warnt vor bescheidenen Amerikanern. Mehr lesen
29.08.2006. Vanity Fair sieht die New York Times am Internet und Arthur Sulzberger jr. untergehen. In Elet es Irodalom fragt Rudolf Ungvary, warum Günter Grass nach seinen Erfahrungen im Dritten Reich schweigt, wenn der Iran Israel bedroht. Im Express sprechen Ornette Coleman und Bob Dylan über ihre Musik. Im Spiegel beschreibt Salman Rusdie die islamischen Terroristen als bourgeoise Abenteurer. Il Foglio empfielt UN-Soldaten im Libanon Rossinis "Die Italienerin in Algier" als Handbuch für Benehmen im Feindesland. Die Gazeta Wyborcza beobachtet den Aufbau einer nationalen ukrainischen Geschichtsversion. Prospect feiert den sowjetischen Schriftsteller Wassilij Grossman. In den Blättern für deutsche und internationale Politik erklärt der inhaftierte iranische Philosoph Ramin Jahanbegloo seinen Begriff des "weichen Universalismus". In Babelia wettert der holländische Architekt Felix Claus wider den Geniekult seiner Zunft. Wired erklärt den Erfolg des Internetmagazins Pitchfork. Mehr lesen
22.08.2006. Die Wochenzeitung Wprost enthüllte jetzt, dass Zbigniew Herbert für den polnischen Geheimdienst gearbeitet hat: Die Gazeta Wyborcza amüsiert das nicht. Der New Yorker betrachtet Daniel Libeskinds Denver Art Museum. In Outlook India ruft Taslima Nasrin ein dreifaches Hurra auf Ayaan Hirsi Ali. Heti Vilaggazdasag will sich weder von Günter Grass noch von Istvan Szabo mehr belehren lassen. De Groene Amsterdammer erklärt, warum die Website der University of Virginia im Iran nicht gefunden werden kann. Mehr lesen
15.08.2006. Die Gazeta Wyborcza sieht die EU in Nationalismen versinken. Im Spiegel ruft Irene Dische dem norwegischen Schriftsteller Jostein Gaarder zu: Suchen Sie sich andere Objekte für Ihren Hass! Im New Yorker forscht Seymour Hersh nach den wahren Interessen Amerikas an Israels Militärschlag im Libanon. In Al Ahram warnt Haim Bresheeth vor der "jüdischen Lobby". In der London Review kritisiert Yitzhak Laor vor dem "jüdischen Goliath". In Heti Valasz fragt sich der Historiker Andreas Oplatka, ob Imre Nagy wirklich als Kommunist durchgehen kann. Il Foglio erzählt chinesisch-taiwanesische Spionagegeschichten. Im Spectator besteht Boris Johnson darauf, dass er ein britischer Fisch ist. Folio verbreitet ausschließlich Lügen. Und der Guardian porträtiert den großartigen australischen Künstler Ron Mueck. Mehr lesen
08.08.2006. Für Walrus reist Lisa Moore von Neufundland nach Tasmanien. In Outlook India skizziert Asiya Andrabi mit Wonne die kommende islamische Weltherrschaft. Der Spectator gibt Russland die Schuld an der Existenz Israels. Die Gazeta Wyborcza stellt den neuesten polnischen Exportschlager vor: Priester. Die Weltwoche experimentiert mit Meerschweinchenhoden. In Prospect seziert Jorge Castaneda die lateinamerikanische Linke. In Le Point fragt Bernard-Henri Levy, warum sich kein Demonstrant für ermordete Muslime interessiert, die nicht von Israelis getötet wurden. Im Believer denkt Steven Soderbergh über die Wechselwirkung von Porno und Politik nach. In Elet es Irodalom erklärt Laszlo Vegel die Missverständnisse zwischen Ost- und Westintellektuellen in der Handke-Debatte. Mehr lesen
01.08.2006. In Elet es Irodalom erklärt Imre Kertesz, warum Kritik an Israel oft nur ein Vorwand für den neuen Euro-Antisemitismus ist. Der New Yorker spricht mit der Hisbollah. In der London Review of Books glaubt Elias Khoury, die Israelis wollten den Libanon aus Rache zerstören. Die New York Review of Books staunt über die neue, Koka kauende Graswurzelregierung Boliviens. Der Spectator erinnert daran, wie die britische Regierung dem General Franco in den Sattel half. Der Merkur würdigt die zwei Dissidenten der deutschen Geschichtsschreibung: Götz Aly und Gerd Koenen. Outlook India beklagt die Unwissenheit der neuen Journalistengeneration. In der Weltwoche erinnert sich Jürg Ramspeck an Zeiten, als Journalisten noch keine Edelfedern, sondern Persönlichkeiten waren. In Al Ahram ärgert sich der Chef des Washingtoner Al-Dschasira-Büros über westliche "Nahostexperten". Esprit trauert um die "totale Zeitung" des Serge July. Mehr lesen
25.07.2006. Der New Yorker nimmt die Wikipedianer aufs Korn. In Al Ahram ruft der Chefredakteur des Palestine Chronicle zum Bürgerjournalismus auf. Le Point entdeckt ein Netzwerk schwarzer Franzosen. Das TLS stellt sich George Bernard Shaw im Libanon vor. In der Gazeta Wyborcza macht der Schriftsteller Michal Witkowski weibliche Männer und männliche Frauen dafür verantwortlich, dass westliche Literatur so langweilig sei. In Nepszabadsag beschreibt die Schriftstellerin Eszter Babarczy die Ernüchterung junger Ungarn nach der Wende. Der Spectator prophezeit, dass die Libanesen die Hisbollah bald satt haben werden. Der Nouvel Obs feiert die jungen französischen Köche. Harper's geht auf die Große Ukrainische Brautjagd. Die New York Times liest Jan T. Gross' Buch über Antisemitismus in Polen. Mehr lesen