Essay - Archiv
06.04.2008. Offener Brief an Burkhard Müller zur Kritik meines Buches "Das Wissen der Literatur".
Von
Jochen Hörisch.
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20.03.2008. Nichts gegen Clemens Meyer. Aber den Preis der Leipziger Buchmesse hat nicht er nicht für seine Kunst bekommen, sondern für seine Proleten, die einer spießigen Literaturkritik so schön exotisch erscheinen.
Von
Sieglinde Geisel.
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20.02.2008. Mehr Gegenwart forderte Richard Kämmerlings in der FAZ neulich von der Literatur, ein Echo des Rufs nach mehr "Welthaltigkeit" im deutschen Roman. Tatsächlich kann Dichte und Konkretion niemals schaden. Aber die Werkstatt des Literaten hat ihren zeitgeschichtlichen Ort. Die deutsche Wiedervereinigung, zum Beispiel.
Von
Ulf Erdmann Ziegler.
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29.01.2008. Warum soll es geradezu eine hinreichende Bedingung für dichterisches Schreiben sein, dass sein Sinn (weitgehend) unkontrollierbar ist, etwas, das den Dichter - fast ohne sein Zutun - am Ende vor vollendete sprachliche Tatsachen stellt? Eine Antwort auf Felix Philipp Ingold.
Von
Franz Josef Czernin.
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15.01.2008. Anders als Stalin setzt Putins Medienpolitik nicht mehr auf riesige Zensurinstanzen sondern auf Selbstzensur, Einschüchterung und Mord. Die Russisch-Orthodoxe Kirche unterstützt ihn. Und das Volk ist einverstanden. Eine Bestandsaufnahme
Von
Felix Philipp Ingold.
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19.12.2007. Tariq Ramadan sagt: "Eine Vergewaltigung ist eine Vergewaltigung". Aber er sagt nicht: "Eine Steinigung ist eine Steinigung", also ein Verbrechen. Anmerkungen zu der Debatte zwischen Ramadan und Ayaan Hirsi Ali
Von
Necla Kelek.
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12.12.2007. Von einem neuerdings in der deutschsprachigen Lyrik gepflegten intellektuellen Plauderton. Randnotizen zu Beispieltexten.
Von
Felix Philipp Ingold.
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29.10.2007. Am Samstag hat Martin Mosebach den Georg-Büchner-Preis erhalten. In seiner Laudatio pries Navid Kermanis den Schriftsteller, der noch an den modernen Roman glaubt, an den Roman als Anmaßung. Auch wenn in seinen eignen um zwölf Uhr zu Mittag gegessen wird.
Von
Navid Kermani.
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22.10.2007. Wie können literarische Übersetzer mit der Arbeit ihrer Vorgänger umgehen? Sind Sie Nach- oder Neuübersetzer? Eine Antwort auf Felix Philipp Ingold
Von
Christa Schuenke.
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01.10.2007. Leserkommentare zu den Artikel: "Die Zeitungen und die Rechte ihrer Autoren" von Ilija Braun und "Fast wie bei Amazon - Rechteeinkauf bei der FAZ" von Thierry Chervel.
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28.09.2007. Klicken Sie auf den Button "Rechteerwerb beenden" - die Zeitungen verkaufen über ihre elektronischen Datenbanken Veröffentlichungsrechte an ihren Artikeln. Aber sind es wirklich immer ihre? Oder verkaufen sie diese Rechte auch, wenn sie ihnen gar nicht gehören? Wie gehen die großen, kulturell tonangebenden Zeitungen mit dem geistigen Eigentum ihrer Autoren um?
In einem zweiten Artikel haben wir den Test gemacht: Wie die FAZ dem Perlentaucher die Veröffentlichungsrechte an der Nobelpreisrede von Günter Grass "verkaufte".
Von
Ilja Braun.
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20.07.2007. Horowitz liebte ihn, und der Cembalist Scott Ross ebenfalls. "Domenico Scarlatti does not belong" - nicht zu einem historischen Stil, einer Schule oder Tradition, nicht zu einer Epoche, nicht einmal zu einem Land. Genau hierin liegt seine Aktualität.
Von
Daniele Dell'Agli.
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18.06.2007. Momentan stehen die nationalen Interessen im politischen Diskurs der Europäer im Vordergrund, und wie sind mehr oder weniger im Wirkungskreis lokaler Medien gefangen. Eine europäische Öffentlichkeit muss erst noch entstehen. Und sie darf sich nicht auf Kleineuropa beschränken.
Von
Adam Krzeminski.
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03.05.2007. Putin, sein Öl, sein Gas. Gerhard Schröder steckt sich seine Dividenden ein. Anna Poltikowskaja ist schon vergessen. Die neuen Dissidenten um Garri Kasparow lassen unsere moralischen Autoritäten kalt. Habt Ihr nichts gelernt, Ihr Großen Europas? Von Andre Glucksmann
Von
Andre Glucksmann.
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18.04.2007. "In Amerika habe ich gelernt, dass Europa möglich ist." Ein Gespräch mit Bernard-Henri Levy über seine Amerika-Reise, die Neokonservativen nach dem Desaster im Irak, die faschistischen Wurzeln des Islamismus und Frankreich nach dem Nein und vor den Wahlen. (Foto: R. Escher)
Von
Thierry Chervel.
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10.04.2007. Es geht nicht um ein entweder Hirsi Ali oder Tariq Ramadan. Eine letzte Antwort auf Pascal Bruckner.
Von
Ian Buruma, Timothy Garton Ash.
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23.03.2007. Der europäische Verfassungsprozess scheitert nicht in erster Linie an der feindlichen Stimmung in den Bevölkerungen, sondern an den nationalen Egoismen der Regierungen. Einziger Ausweg wäre ein europäisches Referendum, sagt Jürgen Habermas in einem dpa-Interview, das wir mit freundlicher Genehmigung übernehmen.
Von
Matthias Hoenig.
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22.03.2007. Es genügt nicht, den Terrorismus zu verurteilen. Zugleich muss sich die Religion, die ihm Nahrung gibt und auf die er sich zu Recht oder zu Unrecht beruft, verändern. Einige abschließende Bemerkungen zur Multikulturalismus-Debatte.
Von
Pascal Bruckner.
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21.03.2007. Ayaan Hirsi Ali bestreitet, dass der Islam mit der liberalen Gesellschaft vereinbar ist. Das tut auch Osama bin Laden. Wir sollten auf die hören, die beides sein wollen: gute Muslime und gute Bürger eines freies Landes.
Von
Timothy Garton Ash.
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20.03.2007. Beim Euro-Islam als Brücke zwischen Islam und Europa geht es um den Gegenstand, nicht um das Profil von Personen wie Tariq Ramadan und Ayaan Hirsi Ali oder um irgendeinen postmodernen Nihilismus. Selbst Muslim und Migrant, erkenne ich, dass Europa eine zivilisatorische Identität hat und das Recht hat, diese zu bewahren. Das ist nicht gegen die Muslime gerichtet, weil die Idee Europas inklusiv ist; sie kann die Identität der Zuwanderer berücksichtigen, jedoch mit der Erwartung einer Anpassung ohne Selbstaufgabe.
Von
Bassam Tibi.
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14.03.2007. Ayaan Hirsi Alis Thesen zur Unvereinbarkeit des islamischen Glaubens mit der Emanzipation der Frau sind reduktionistisch und dogmatisch. Bei der Lösung der Probleme kann nur eine Offenheit der westlichen Gesellschaft für die Entscheidungen der Migranten helfen.
Von
Halleh Ghorashi.
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10.03.2007. Der heutige Streit zwischen den "Fundamentalisten der Aufklärung" und den "Kulturrelativisten" hat in Europa sehr alte Wurzeln. Beide Positionen sind vonnöten, um auf die islamische Herausforderung zu reagieren.
Von
Adam Krzeminski.
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08.03.2007. Multikulturalismus ist nicht gleich Kulturrelativismus. Er könnte auch ein liberaler Kulturalismus sein, wie ihn der kanadische Philosoph und Politologe Will Kymlicka propagiert. Dann wäre die Frage, auf welcher Basis Minderheiten Gruppenrechte einfordern können.
Von
Jesco Delorme.
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26.02.2007. 50 Jahre nach den Römischen Verträgen hat Europa den Faden verloren. Wie ist dieser Faden neu und kräftig zu spinnen? Sechs Gründe, Europa zu lieben.
Von
Timothy Garton Ash.
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25.02.2007. In der vom Perlentaucher und signandsight.com angestoßenen Multikulturalismus-Debatte erinnern Ian Buruma und Timothy Garton Ash an die wohlmeinenden Intellektuellen der westlichen Welt, die einst den Stalinismus, aber nicht den Kommunismus kritisieren wollten. Sie träumen von "Wandel durch Annäherung", aber sie verirren sich auf einem "Dritten Weg".
Von
Ulrike Ackermann.
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21.02.2007. Das eigentliche Problem heißt Dogmatismus. In seinem Kern hinterfragt der Relativismus die Vorstellung von einer absoluten Wahrheit - eben dessen, worauf sich alle zum Fundamentalismus Neigenden berufen. Schlimmer noch, Fundamentalisten weigern sich sogar anzuerkennen, dass andere Standpunkte überhaupt Gültigkeit besitzen können. Mit ihnen kann man nicht reden - weder über Multikulturalismus, noch sonst etwas.
Von
Stuart Sim.
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21.02.2007. Von Le Monde über Trouw bis zur Washington Post: Die Debatte über Islam in Europa im Perlentaucher und auf signandsight.com hat zahlreiche Reaktionen in der internationalen Presse ausgelöst. Mehr lesen
17.02.2007. Die verschiedenen Ansprüche oder Anschauungen in den jeweiligen "Kulturen" sind nicht miteinander vereinbar. Selbstverständlich sollten Monotheisten, Atheisten und Polytheisten idealerweise in der Lage sein, in friedlicher Nachbarschaft zu leben. Aber die Gesetze der Scharia und die Regeln westlicher Demokratien sind vollkommen unvereinbar. Und diese Unvereinbarkeit ist im "multikulturellen Gespräch" nicht einfach wegzudiskutieren.
Von
Lars Gustafsson.
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08.02.2007. Moderne liberale Gesellschaften haben schwache kollektive Identitäten. Postmoderne Eliten, besonders in Europa, glauben heute, dass ihre Identitäten nicht mehr länger von Religon und Nation bestimmt werden. Aber wenn unsere Gesellschaften nicht offensiv liberale Werte vertreten, können sie von Migranten in Frage gestellt werden, die genauer wissen, wer sie sind.
Von
Francis Fukuyama.
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07.02.2007. Ich bewundere die Leistungen der Aufklärung kein bisschen weniger als es Professor Cliteur zu tun scheint, aber ich glaube auch, dass eine ihrer größten Leistungen die Zurückweisung aller Dogmatismen ist. Eine Antwort an Paul Cliteur.
Von
Ian Buruma.
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